Die Wirtschaftsforschungsinstitute trauen Deutschland noch dieses Jahr ein erheblich kräftigeres Wachstum zu als bisher. Das liegt auch an überraschend guten Aussichten beim Export. Für Verbraucher sieht es eher düster aus.
03.09.2026, 11.36 Uhr
Container im Hamburger Hafen: Der private Konsum schwächelt weiter
Die Jahre aus Rezession, Stagnation und Miniwachstum könnten für die deutsche Wirtschaft bald überwunden sein. Die Prognosen jedenfalls werden immer optimistischer:Das Ifo-Institut aus München rechnet in seiner aktuellen Prognose für 2026 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,4 Prozent für das laufende Jahr. Für das Jahr 2027 erwarten die Konjunkturforscher noch ein Plus von 1,2 Prozent.Das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) geht für 2026 nun von einem BIP-Wachstum von 1,3 Prozent aus. Im Sommer waren nur 0,8 Prozent vorausgesagt worden. Für 2027 rechnet das IfW nach wie vor mit einem Plus von 1,0 Prozent.Das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung erwartet ein Wachstum von 1,3 Prozent. Im Juni war es nur von einem Zuwachs um 0,8 Prozent ausgegangen. Für das Jahr 2027 sollen immerhin noch plus 1,1 Prozent drin sein.Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) aus Berlin hatte seine Prognose bereits am Mittwoch auf 1,2 Prozent verdoppelt.Sollte es so kommen, könnten das die kräftigsten BIP-Zuwächse seit vier Jahren werden. »Die deutsche Wirtschaft hat wieder Tritt gefasst«, teilen etwa die Kieler Forscher nach einem überraschend guten ersten Halbjahr mit. »Die wirtschaftliche Dynamik hat sich zuletzt erkennbar beschleunigt.« Die Unternehmen blickten trotz geopolitischen Gegenwinds wieder zuversichtlicher in die Zukunft.












