Ülle Madise wird die neue Staatspräsidentin von Estland. Trotz der Bedrohung durch Putins Russland will sie Leichtigkeit, Humor und Kreativität.
Ganz gerührt: Ülle Madise am Mittwoch in Tallinn nachdem sie zur neuen Präsidentin Estlands gewählt wurde
Ints Kalnins/reuters
Für Ülle Madise ging am Mittwoch alles geschmeidig und schnell über die Bühne: Nur einen Wahlgang brauchte die 51-Jährige im estnischen Parlament (Riigikogu) für ihren Sprung ins höchste Staatsamt des baltischen Landes, Gegenkandidat*innen gab es keine. 71 der 101 Abgeordneten stimmten für Madise – drei mehr als für die vorgeschriebene Zweidrittelmehrheit erforderlich. Nach Kersti Kaljulaid ist sie bereits die zweite Frau an der Spitze des Staates.
Laut des politischen Beobachters Ildar Nisametdinow habe Madise das Zeug dazu, genauso populär zu werden wie ihr Vorgänger Alar Karis. Sie sei diplomatisch, könne sich gut ausdrücken, spreche eine einfache Sprache, sei angesichts ihrer Ausbildung, ihres Hintergrunds und ihrer Erfahrung jedoch alles andere als schlicht, sagte er dem estnischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk EER.










