Wie der Sender RTL berichtet, war Marius Borg Høiby, Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, trotz Hausarrest und elektronischer Fußfessel bei den Trauerfeierlichkeiten für König Harald V. anwesend.

Als der Leichnam des verstorbenen Monarchen am Abend des 28. August vom Osloer Rikshospital zum Königsschloss gebracht wurde, saß Høiby demnach in einem der Begleitfahrzeuge der königlichen Kolonne. Offiziell angekündigt worden war seine Teilnahme im Vorfeld nicht; genannt wurden lediglich König Haakon, Mette-Marit, Prinzessin Ingrid Alexandra, Prinz Sverre Magnus, Königin Sonja und Prinzessin Märtha Louise. Erst ein Foto eines norwegischen Pressefotografen machte seine Anwesenheit publik.

Laufendes Strafverfahren

Auch bei der eigentlichen Beisetzung des Königs war Høiby laut RTL dabei. Die norwegische Polizei bestätigte auf Nachfrage, dass die Staatsanwaltschaft einem entsprechenden Antrag stattgegeben hatte. Nach norwegischem Recht ist eine solche kurzfristige Ausgangserlaubnis – die sogenannte Permisjon – möglich, wenn ein Todesfall in der engeren Familie eintritt; das gilt grundsätzlich auch für Inhaftierte.

Hintergrund ist, wie RTL weiter ausführt, ein laufendes Strafverfahren: Høiby wurde im Juni 2026 unter anderem wegen Vergewaltigung und Gewalt in einer engen Beziehung zu vier Jahren Haft verurteilt, legte gegen das Urteil aber Berufung ein. Seither sitzt er mit Fußfessel auf dem Anwesen Skaugum in Untersuchungshaft.