Er ist mit großen Ambitionen gestartet: Der Journalist und Autor Constantin Schreiber, nach Stationen als „Tagesschau“-Sprecher und als Global Reporter bei Axel Springer nun wieder für eigene Formate unterwegs, besucht den Osten Deutschlands.Sein Befund über die Berichterstattung anderer Kollegen fällt im Vorfeld kritisch aus: So, wie viele Journalisten über „den Osten“ berichteten, wirke es manchmal wie ein Zoobesuch, so der 47-Jährige.
„Man kommt aus Hamburg, Köln oder Berlin, schaut sich in Magdeburg um und berichtet einem Publikum im Westen, warum ‚der Osten‘ so anders ist“, analysiert Schreiber auf Instagram. Das finde er journalistisch schwierig.
Die Perspektive mal umdrehen
Nun, kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, macht sich der gebürtige Niedersachse selbst auf den Weg, um es besser zu machen. „Ich will versuchen, die Perspektive mal umzudrehen: Was kann ich lernen? Warum berichten wir häufig so anders? Warum ist ‚der Westen‘ der Maßstab?“
Seine These: Viele Menschen in den neuen Bundesländern würden sich von traditionellen Medien abwenden, weil ihnen immer gesagt werde, sie seien anders, komisch, lebten in einem Krisengebiet.







