Ein internationales Team von Wissenschaftler:innen hat bei der Auswertung von Daten aus dem LUX-ZEPLIN-Experiment eine physikalische Abweichung festgestellt. Wie die britische University of Sheffield in einer offiziellen Mitteilung berichtet, verzeichnete der Detektor ein bislang unerklärtes Signal in einem Energiebereich mit sehr wenig erwartetem Hintergrund.Anzeige

Die Anlage befindet sich tief unter der Erde in der Sanford Underground Research Facility im US-Bundesstaat South Dakota. Ziel der Forschung ist der direkte Nachweis sogenannter schwach wechselwirkender massereicher Teilchen, abgekürzt WIMP, die als mögliche Erklärung für die Dunkle Materie im Universum gelten.

Dunkle Materie wurde bislang nicht direkt nachgewiesen. Astronom:innen schließen auf ihre Existenz aus ihrer Schwerkraftwirkung, etwa auf die Bewegung von Galaxien, auf Licht und auf die großräumige Struktur des Universums. Nach aktuellen astronomischen Modellen soll diese unbekannte Substanz rund 85 Prozent der gesamten Materie in unserem Universum ausmachen.Anzeige

Um kosmische Strahlung und irdische Störsignale weitgehend auszuschließen, nutzt das Experiment einen massiven Tank mit zehn Tonnen flüssigem Xenon. Fast zwei Kilometer Gestein über dem Labor dämpfen kosmische Strahlung. Ein Wassertank und äußere Detektoren sollen zudem Neutronen und andere Teilchenereignisse erkennen, die ein WIMP-Signal imitieren könnten.