Stand: 02.09.2026 • 19:15 Uhr
Nach dem Kurzschluss an einem Umspannwerk bei Köln wird wegen verfassungsfeindlicher Sabotage ermittelt. "Das war Absicht", sagte NRW-Innenminister Reul. Inzwischen wurden Abschussvorrichtungen gefunden.
Ermittler in Nordrhein-Westfalen gehen nach dem Kurzschluss an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln von einer Straftat aus. "Es besteht der Anfangsverdacht einer verfassungsfeindlichen Sabotage", sagte Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) auf einer Pressekonferenz. Geprüft wird demnach in zwei Richtungen - "fremdstaatlich gelenkte Sabotage und Linksextremismus". Nichts davon könne derzeit ausgeschlossen werden.
"Das war Absicht, das war eine Straftat", betonte Reul. "Wer da rangeht, greift unser Land an." Die Täter hätten mutmaßlich leitfähiges Material, möglicherweise Kabel, auf eine Oberleitung gebracht und damit den Kurzschluss ausgelöst. Genauere Angaben seien zunächst nicht möglich.
Wie die Ermittler inzwischen bekannt gaben, wurden sechs Abschussvorrichtungen in einem an das Umspannwerk grenzenden Maisfeld gefunden. Diese stehen demnach vermutlich mit der Tat in Zusammenhang. Es sei davon auszugehen, dass diese Vorrichtungen so gebaut waren, um mit pyrotechnischen Gegenständen einen Draht in die Höhe über die Stromleitungen zu führen, sagte der Leitende Kriminaldirektor Michael Esser. Er sprach von einem "Anschlaggeschehen".










