Nach einer Kollision mit einem Handelsschiff ist ein Frachter im Marmarameer vor der türkischen Metropole Istanbul gesunken. Es werde nach den zehn Besatzungsmitgliedern gesucht, sagte der türkische Verkehrsminister Abdulkadir Uraloglu in Istanbul.Die Handelsschiffe „Alsu“ und „Tugberk Imamoglu“ seien um etwa 3.15 Uhr Ortszeit etwa 18 Seemeilen vor dem Istanbuler Bezirk Silivri aus noch ungeklärten Gründen kollidiert. Die „Tugberk Imamoglu“ sei innerhalb von elf Minuten gesunken.Eine der verkehrsreichsten Schiffsrouten der Welt14 Suchmannschaften, ein Hubschrauber und das zweite an der Kollision beteiligte Schiff – der offenbar unbeschädigte Chemietanker „Alsu“ – suchten nach dem gesunkenen Frachter. Zunächst wurden aber nur ein leeres Rettungsboot und Wrackteile gefunden.Gemeldet wurde die Kollision vom Kapitän der „Alsu“, die zum Zeitpunkt des Unglücks keine Fracht geladen hatte. Die „Tugberk Imamoglu“ hatte 4200 Tonnen gewalztes Blech an Bord.Die „Alsu“ sei von der nordtürkischen Provinz Kocaeli in den westtürkischen Hafen Aliaga unterwegs gewesen. Das zweite Handelsschiff sei im südtürkischen Iskenderun gestartet und war unterwegs ins Schwarze Meer. Beide Schiffe fuhren nach Angaben des Gouverneurs unter türkischer Flagge.Das Marmarameer ist eine der verkehrsreichsten Schifffahrtsrouten der Welt und verbindet das Mittelmeer mit dem Schwarzen Meer über die Meerengen Bosporus und Dardanellen.