Nach SPIEGEL-Informationen hatten die Piloten bei einem Rundgang um dem Regierungsjet, der vor jedem Start vorgeschrieben ist, an einer Eingangstür größere Kratzer festgestellt, die offenbar beim Heranfahren der Fahrgastreppe entstanden waren. Da der Verdacht bestand, dass die Flugzeughülle einen strukturellen Schaden aufwies, konsultierte die Flugbereitschaft der Bundeswehr umgehend Lufthansa Technik und den Hersteller Airbus, damit Experten die Bilder begutachten. Nach einigen Stunden gaben beide Firmen grünes Licht, da die Struktur des Fliegers nicht maßgeblich beschädigt war. Klingbeil und seine Delegation sollen nun am Mittwochmorgen (Ortszeit) in Richtung Deutschland aufbrechen. Bei der Luftwaffe hieß es, es handele sich nicht um eine Panne, bei solchen Schäden an der Flugzeughülle sei eine genaue Inspektion vorgeschrieben – egal ob es sich um eine VIP-Maschine der Bundesregierung oder einen Ferienflieger handelt.

Behalten Sie den Überblick: Jeden Werktag gegen 18 Uhr beantworten SPIEGEL-Autorinnen und -Autoren die wichtigsten Fragen des Tages im Newsletter »Die Lage am Abend« – hintergründig, kompakt, kostenlos. Hier bestellen Sie Ihr News-Briefing als Mail.Für den Vizekanzler bedeutet das auch, dass er die Kabinettssitzung am Mittwochmorgen verpassen wird. Dort soll sein Gesetzentwurf für die Reform der Einkommensteuer verabschiedet werden. Klingbeil hatte geplant, gegen 12.30 Uhr eine Erklärung vor der Presse abzugeben.