Fast 30 Jahre nach dem Mord am US-Rapper wurde der ehemalige Gang-Anführer Duane Davis schuldig gesprochen. Selber abgedrückt hat er wohl nicht.

All eyes on him: Duane Davis im Bezirksgericht bei Las Vegas

Steve Marcus/Pool Reuters

Es ist selten, dass ein 30 Jahre zurückliegender Fall so viel Aufsehen erregt. Konkret geht es um den Mord an US-Rapper Tupac Shakur (2Pac) im Jahr 1996. Eine Jury in Las Vegas sprach den Angeklagten Duane Davis jetzt schuldig. Davis wurde im Prozess nicht beschuldigt, selbst geschossen zu haben, gilt aber als Hintermann. Im Bundesstaat Nevada kann auch verurteilt werden, wer einem Mord Beihilfe leistet, ohne selbst zu schießen. Das Strafmaß wird am 13. Oktober verkündet, es droht lebenslange Haft.

Davis war erst im September 2023 festgenommen worden. Fast 27 Jahre nach der Tat. Der eigentliche Prozess begann am 17. August vor einem Gericht in Las Vegas. Nach mehreren Verhandlungstagen und rund drei Stunden Beratung kam die Jury am Montag zu ihrer Entscheidung.