Nigers Militärregime benötigte russische Hilfe, um einen Putschversuch niederzuschlagen. Damit untergräbt es seine eigene Legitimität.

Autoritäre unter sich Sergej Lawrow gibt dem Anführer der Junta in Niger, General Abdourahamane Tiani

Russian Foreign Ministry/Reuters

D ie Militärregime in Westafrikas Sahelzone, die sich in einer Reihe von Staatsstreichen zwischen 2020 und 2023 auf Kosten gewählter Regierungen etabliert haben, versprechen Stabilität. Aber sie sind alles andere als stabil. In Mali und Burkina Faso folgte auf den ersten Militärputsch alsbald ein zweiter, und die Sicherheitslage bleibt extrem angespannt.

In Niger, wo seit 2023 die Armee herrscht, wurde eine Revolte unzufriedener Frontsoldaten als Vorstufe eines Putschversuchs in der Nacht zu Samstag nur mit größer Mühe niedergeschlagen: Militäreinrichtungen in der Hauptstadt Niamey waren umkämpft, Russlands Afrikakorps musste eingreifen, Algerien schickte Kampfjets.