Der russische Finanzminister Anton Siluanow ist völlig überraschend von der US-Regierung zum G20-Ministertreffen in Asheville, North Carolina, eingeladen worden. Die Europäer wurden offenkundig überrascht. Es ist die erste Teilnahme Russland seit dem Einmarsch in die Ukraine 2022.
Die Anwesenheit des russischen Finanzministers schaffe laut der New York Times „eine heikle Situation für die europäischen Vertreter der G20, deren Regierungen die Ukraine in ihrem Krieg gegen Russland nachdrücklich unterstützen“. Sie hätten „sich bemüht, Russland in der Weltwirtschaft und auf der diplomatischen Bühne zu isolieren“.
Die Europäer protestierten umgehend gegen die Teilnahme von Siluanow. Der deutsche Vizekanzler Lars Klingbeil und seine europäischen Amtskollegen drohten mit einem Boykott des traditionellen Gruppenfotos der Minister, sollte Siluanow teilnehmen. Siluanow verzichtete schließlich auf das Foto. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil sagte Reportern, er habe seinen russischen Amtskollegen für den Einmarsch seines Landes in die Ukraine gerügt und ein Ende des Krieges gefordert. Er kritisierte offenbar auch die Trump-Regierung für die Einladung Siluanovs. „Ich hätte mir eine klare Positionierung der USA gewünscht, dass er nicht wie ein gewöhnlicher Gast empfangen wird“, sagte Klingbeil.










