Brasilien, Indien, Südostasien und Zentralasien sollen für VW wichtiger werden. Doch auf der Suche nach neuem Geschäft führt der Weg des deutschen Konzerns wieder nach China: Dort entwickelt und produziert VW Fahrzeuge, die künftig auch in anderen Weltregionen verkauft werden sollen.Die neuen Märkte können die Verluste in China nach Einschätzung mehrerer Autoexperten dennoch nicht ausgleichen. Den 2,69 Millionen VW-Auslieferungen in China standen 2025 lediglich knapp 596.000 Fahrzeuge in Südamerika und rund 115.000 in Indien gegenüber, rechnet Stefan Reindl vom Institut für Automobilwirtschaft vor. Branchenkenner Ferdinand Dudenhöffer formuliert es gegenüber der Berliner Zeitung drastisch: „Autogeschäft ohne China ist eine Illusion.“

Zugleich trifft VW in den neuen Märkten auf Rivalen, denen der Konzern schon in China Marktanteile überlassen musste. BYD und andere chinesische Hersteller wachsen dort schneller, arbeiten mit niedrigeren Kosten und haben teilweise bereits eigene Werke aufgebaut.

Experten warnen VW: Neue Märkte können China nicht ersetzen

China blieb 2025 mit rund 30 Prozent der weltweiten Auslieferungen der größte Einzelmarkt des Volkswagen-Konzerns. Über Jahrzehnte war die Volksrepublik zudem ein wichtiger Gewinnbringer. Inzwischen verliert VW dort Marktanteile, während heimische Hersteller wie BYD den Wettbewerb um Elektroautos, Software und vernetzte Fahrzeuge bestimmen. Im vergangenen Jahr lieferte VW in China acht Prozent weniger Autos aus als 2024.