Stand: 31.08.2026 • 18:45 Uhr
Außenminister Wadephul will bei Besuchen in Tunesien und Algerien für mehr Zusammenarbeit in Wirtschaft und Sicherheit werben. Er sieht dort entscheidende Hebel, um die Migration aus Nordafrika zu verringern.
Zehntausende Migranten, die in die spanische Exklave Ceuta strömten: Diese Bilder gingen Ende Juli um die Welt - und brachten das Thema Migration aus Nordafrika wieder auf die Tagesordnung vieler europäischer Länder. Bundesaußenminister Johann Wadephul ist nach Tunesien gereist, anschließend geht es für ihn und eine Wirtschaftsdelegation weiter nach Algerien.
Die Gespräche nehmen vor allem Kooperationen bei Wirtschaft und Sicherheit in den Fokus - denn der Außenminister betont, wie eng diese Faktoren mit der Migration verwoben sind: "Wenn die Menschen nicht fliehen müssen, dann werden sie nicht fliehen", sagte Wadephul im ARD-Interview.
Deutschland ist für Tunesien laut Wadephul drittwichtigster Exportmarkt. Vor allem für die deutsche Autoindustrie seien widerstandsfähige Lieferbeziehungen zentral. Rund 7.500 junge Tunesierinnen und Tunesier studierten in Deutschland, tunesische Fachkräfte leisteten einen wertvollen Beitrag im deutschen Gesundheitssystem.






