Türkei dringt auf neues Abkommen zwischen Moskau und Kiew Die Türkei setzt sich für ein neues Abkommen zwischen den Kriegsparteien Russland und Ukraine etwa zum Export von Getreide über das Schwarze Meer ein. Man stehe dazu mit Kiew und Moskau in Kontakt, sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan in Istanbul vor Journalisten. „Wir arbeiten an einem weiteren Abkommen, ähnlich wie das Getreideabkommen“, sagte Fidan. Ein solches Abkommen hatte es bereits nach Kriegsbeginn 2022 gegeben. Es lief aber 2023 aus.Fidan rief die Kriegsparteien zudem mit dem Blick auf Drohnenangriffe gegen Schiffe im Schwarzen Meer zur Zurückhaltung auf. Die Angriffe seien nicht nur eine Bedrohung für die Sicherheit auf dem Schwarzen Meer, sondern auch für die Lebensmittelsicherheit weltweit, warnte der Minister. Feuer in Drohnen-Fabrik: Polens Geheimdienst prüft SabotageIn Polen ist in einem Werk zur Herstellung von Kampfdrohnen ein Feuer ausgebrochen. Der Brand in der Fabrik WB Electronics in Skarzyska-Kamienna etwa 150 Kilometer südlich von Warschau sei kurz nach Mitternacht gemeldet worden und mittlerweile gelöscht, sagte eine Sprecherin der örtlichen Polizei der Boulevardzeitung „Fakt“. Verletzt wurde niemand.Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Terrorismus und Tätigkeit für einen fremden Geheimdienst zum Schaden Polens, wie die Behörde auf der Nachrichtenplattform X mitteilte. Zuvor hatte der Sprecher des Geheimdienstkoordinators gesagt, Beamte des Inlandsgeheimdienstes ABW seien vor Ort. Es sei jedoch noch zu früh, um mit Sicherheit von einem Sabotageakt zu sprechen. Nach Informationen des Senders Rmf.fm sollen Überwachungskameras des Unternehmens einen Mann mit Sturmhaube und Rucksack zeigen, der in einem der Räume Feuer gelegt haben soll. Der Eindringling habe demnach auch die Alarmanlage ausgelöst.Polen ist ein wichtiger politischer und militärischer Unterstützer der von Russland angegriffenen Ukraine. Das EU- und Nato-Land fühlt sich auch selbst von Moskau bedroht und rüstet massiv auf. Die Regierung in Warschau wirft den russischen und belarussischen Geheimdiensten vor, viele Agenten für Sabotageakte ins Land zu schicken.WB Electronics ist das größte private Rüstungsunternehmen des Landes und Lieferant für die polnische Armee. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung und Herstellung fortschrittlicher Technologien für den Verteidigungssektor spezialisiert, darunter digitale Führungssysteme, automatisierte Feuerleitsysteme, Kommunikationsmittel sowie moderne unbemannte Angriffssysteme. Das Werk in Skarzysko-Kamienna stellt Schlüsselbauteile für Drohnen her. Russischer Finanzminister nimmt an G20-Treffen teilErstmals seit Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine nimmt ein russischer Finanzminister vor Ort an einem Treffen der G20-Gruppe führender Industrie- und Schwellenländer teil. Finanzminister Anton Siluanow ist derzeit in Asheville (North Carolina), wo auf Einladung der gastgebenden US-Amerikaner darüber gesprochen wird, wie die Wirtschaft wieder in Schwung kommen kann.Zuletzt hatte sich Siluanow im April 2022 per Video zum Treffen der Finanzminister zugeschaltet. Viele westliche Minister verließen aus Protest den Raum, der damalige deutsche Finanzminister Christian Lindner dagegen blieb und antwortete mit der Gruppe der G7-Staaten auf die Rede des Russen.Anders als der Finanzminister nimmt der russische Außenminister Sergej Lawrow regelmäßig an Treffen im G20-Kreis teil, zuletzt im Februar 2025 in Südafrika und 2024 in Brasilien. Bei den Ministertreffen wird der große Gipfel der Staats- und Regierungschefs vorbereitet. Bei diesen Gipfeln waren die Russen zuletzt nicht auf höchster Ebene, sondern nur mit Kremlbeamten vertreten. Präsident Wladimir Putin nahm zuletzt 2019 an einem Gipfeltreffen teil. Das könnte sich womöglich ändern: US-Präsident Donald Trump äußerte sich zuletzt grundsätzlich positiv zu einer möglichen Teilnahme des russischen Präsidenten am Gipfel diesen Dezember in Miami. „Wenn er käme, wäre es wahrscheinlich ziemlich hilfreich“, sagte Trump. „Ich bin der Meinung, dass man mit jedem reden sollte.“ Erneuter Vorfall: Russischer Aufklärer vor Polen abgefangenDie polnische Luftwaffe hat nach Regierungsangaben erneut ein russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee abgefangen. Der russische Aufklärer vom Typ Il-20 sei 30 Kilometer nördlich des Badeorts Leba unterwegs gewesen, schrieb Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf der Nachrichtenplattform X. Dort hätten ihn polnische Kampfjets abgefangen. Der polnische Luftraum sei nicht verletzt worden. „Russland hat erneut unsere Verteidigungs- und Luftabwehrsysteme auf die Probe gestellt“, schrieb Kosiniak-Kamysz weiter. Bereits Ende Juli und Anfang August war es innerhalb weniger Tage zu drei ähnlichen Vorfällen mit russischen Aufklärern über der Ostsee gekommen.Beim sogenannten Abfangen in der Luft nehmen die Piloten Sichtkontakt zur gegnerischen Besatzung auf und signalisieren, dass deren Flugzeug sich entfernen soll. In Polen und den baltischen Staaten gibt es Befürchtungen, dass Russland wegen seiner Probleme im Ukraine-Krieg vermehrt Nato-Staaten beispielsweise mit Aufklärungsflügen provozieren könnte. Russland meldet sieben Verletzte nach ukrainischem Angriff auf Rostow Im südrussischen Gebiet Rostow sind nach Angaben der dortigen Behörden mindestens sieben Menschen bei einer Welle ukrainischer Luftangriffe verletzt worden. Zwei Kinder seien ins Krankenhaus gebracht worden, eines mit sehr schweren Verletzungen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Gouverneur Jury Sljusar. In der Hafenstadt Rostow am Don wurden demnach zwei Wohnblöcke durch herabstürzende Drohnentrümmer beschädigt. Ukrainischen Medienberichten zufolge soll auch das Warenlager eines Elektronikhändlers in Flammen aufgegangen sein. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Sabrina FrangosLawrow: NATO-Aktivitäten in der Arktis sind direkte BedrohungRussland betrachtet die Aktivitäten der NATO in der Arktis nach Angaben von Außenminister Sergej Lawrow als direkte Bedrohung für seine Sicherheit. Moskau stufe militärische Übungen der NATO in dem Gebiet als aggressiv ein, teilte der langjährige Außenminister von Präsident Wladimir Putin in einem vom russischen Außenministerium veröffentlichten Artikel mit. „Eine derartige militärische Aktivität im Hohen Norden stellt eine direkte Bedrohung für die Sicherheit Russlands dar. Die Risiken von Zwischenfällen, die eine bewaffnete Konfrontation mit potentiell katastrophalen Folgen auslösen könnten, nehmen zu“, hieß es weiter. Die Mitgliedstaaten der westlichen Allianz bauen ihre Präsenz in der Region infolge des Krieges Russlands gegen die Ukraine derzeit aus.Sabrina FrangosRussland: Zwei Tote bei Raketenangriff auf Grenzstadt BelgorodBei einem Raketenangriff auf die russische Stadt Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine wurden nach Behördenangaben zwei Menschen getötet und 16 weitere verletzt. Die Ukraine habe bei dem Angriff ein Betriebsgelände getroffen, teilt der amtierende Gouverneur der Region, Alexander Schuwajew, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Durch den Angriff seien zudem Brände in sieben Lagerhallen der Stadt ausgebrochen. Putin zieht Parallelen zwischen Krieg und TierweltViele, die beschreiben wollen, wie Wladimir Putin die Welt sieht, sprechen von einem „Nullsummenspiel“, in dem nur die eine Seite gewinnt und die andere verliert. Russlands Herrscher selbst hat am Samstag ein dazu passendes Bild gewählt: Bei einer Begegnung mit Lehrern vor dem 1. September, an dem traditionell das neue Schuljahr beginnt, verglich er den Krieg in der Ukraine mit der Jagd von Orcas auf Eisbären. Ein Gast erzählte bester Dinge von einer Reise in die Arktis, Putin fragte ihn, ob er dort Eisbären gesehen habe, der Mann bejahte. „Ja, stellen Sie sich vor“, sagte Putin dann, offenkundig ebenfalls in bester Laune. „Dort ganz in der Nähe leben Orcas, die diese Bären fressen, als wären sie Kleinvieh. Ja, sie stürzen sich einfach in Schwärmen darauf, bumm, und reißen sie in Stücke. Das ist alles sehr interessant. So eine Nahrungskette. Auch davon muss man den Kindern erzählen, damit sie verstehen, in welcher Welt wir leben und warum wir die spezielle Militäroperation durchführen“, den Angriffskrieg gegen die Ukraine. Drohnenangriffe auf KiewIn der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind im Tagesverlauf bei russischen Drohnenangriffen mindestens ein Mensch getötet und acht weitere verletzt worden. Bei dem Todesopfer handele es sich um ein zweijähriges Mädchen, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. In Kiew gelte weiterhin Luftalarm. Unterdessen dauerten die Rettungs- und Bergungsarbeiten in Myla westlich von Kiew nach dem verheerenden russischen Angriff auf ein Munitionslager in einem Wohngebiet am Samstag an. Medien: Maßnahmen gegen Russland nach Vorfall in Leipzig geplantDie Bundesregierung plant Berichten zufolge in den nächsten Tagen, Russland für den versuchten Sprengstoffdrohnen-Anschlag in Leipzig verantwortlich zu machen und „umfangreiche“ Maßnahmen anzukündigen. Es soll sich um eine Kombination direkter Maßnahmen Deutschlands und neuer EU-Sanktionen handeln, die parallel in Brüssel vorbereitet werden, wie die „Welt am Sonntag“ und „Politico“ am Samstag berichteten. Die Ankündigung sei für Anfang nächster Woche geplant, parallel zum EU-Außenministertreffen in Irland am Dienstag, könnte aber je nach Entscheidung von Bundeskanzler Friedrich Merz auch noch vorgezogen werden. Ein Regierungssprecher wollte die Informationen dem Bericht zufolge weder bestätigen noch dementieren.Tusk warnt vor Eskalation durch RusslandPolens Regierungschef Donald Tusk hat davor gewarnt, dass Russland den Krieg in der Ukraine ausweiten und die NATO provozieren könnte. „Wie ich bereits gewarnt habe, schreitet die Eskalation vonseiten Russlands voran“, schrieb Tusk auf der Online-Plattform X nach einem Gespräch mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte. Die nächsten sechs Monate würden entscheidend sein. „Wir dürfen Provokationen Russlands gegenüber einem der NATO-Mitglieder nicht ausschließen.“Am Mittwoch hatte eine Visite von CIA-Chef John Ratcliffe nach Moskau weltweit Spekulationen ausgelöst. In US-Medien hieß es, dass Ratcliffe Russland vor einer Attacke auf einen der NATO-Staaten gewarnt haben soll. Angesprochen auf die Berichte, dementierte der Kreml.IAEA: Stromversorgung des AKW Saporischschja prekärDie Stromversorgung des von Russland besetzten ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja (ZNPP) ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) weiter sehr prekär. Das AKW sei nun seit mehr als einer Woche ohne Strom von außen und auf Notfall-Dieselgeneratoren angewiesen, teilte IAEA-Chef Rafael Grossi mit.Vorübergehend habe der Diesel-Vorrat nur noch für zehn Tage gereicht, bevor gestern und vorgestern mehrere Dutzend Tonnen Diesel von außerhalb des Geländes geliefert worden seien, hieß es.„Die aktuelle Situation verdeutlicht erneut, warum eine zuverlässige externe Stromversorgung und sichere Versorgungswege für die nukleare Sicherheit und Sicherung unerlässlich sind“, sagte Grossi. Ohne die Wiederherstellung der externen Stromversorgung oder zusätzliche Lieferung von Diesel in naher Zukunft könnte dem Kraftwerk innerhalb von etwa zehn Tagen ein vollständiger Stromausfall drohen. Die IAEA arbeite daran, eine Zone für einen örtlich begrenzten Waffenstillstand zu etablieren, um Reparaturen an einer wichtigen Stromleitung zu ermöglichen, hieß es. Bei Erfolg würden diese Reparaturen die externe Stromversorgung des Kernkraftwerks wieder herstellen. Zahl der Toten nach russischem Angriff in Region Kiew steigt auf 37Die Zahl der Toten nach einem russischen Drohnenangriff und einer dadurch ausgelösten Explosion eines Lagerhauses in der Region Kiew ist nach ukrainischen Angaben auf 37 gestiegen. Dutzende Menschen wurden den Behörden zufolge zudem verletzt und Hunderte in Sicherheit gebracht. Mehrere Gebäude, darunter Wohnhäuser, seien durch die Detonation beschädigt worden. Der Angriff richtete sich gegen ein Logistikzentrum in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb auf Telegram: „Es gibt erhebliche Schäden an der umliegenden Infrastruktur: Wohnhäuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim wurden beschädigt“. Nach Behördenangaben ereignete sich der Drohnenangriff am Freitagabend in dem Dorf Myla im Bezirk Butscha. In der Folge sei ein Feuer ausgebrochen, es habe mehrere Explosionen gegeben, erklärte der Gouverneur Tymur Tkatschenko.Nach dem Angriff in Myla leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts ein, dass auf dem Gelände illegal explosives Material gelagert worden sei. Auch werde geprüft, ob das Unternehmen alle „notwendigen Genehmigungen“ gehabt habe, hieß es. Vanessa AngermannRussland meldet sieben Verletzte bei ukrainischem Angriff auf RostowIm südrussischen Gebiet Rostow sind nach Angaben der dortigen Behörden mindestens sieben Menschen bei einer Welle ukrainischer Luftangriffe verletzt worden. Zwei Kinder seien ins Krankenhaus gebracht worden, eines mit sehr schweren Verletzungen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Gouverneur Jury Sljusar. In der Hafenstadt Rostow am Don wurden demnach zwei Wohnblöcke durch herabstürzende Drohnentrümmer beschädigt. Ukrainischen Medienberichten zufolge soll auch das Warenlager eines Elektronikhändlers in Flammen aufgegangen sein. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine-Liveticker: Türkei dringt auf neues Getreideabkommen zwischen Moskau und Kiew | FAZ
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