Tschernihiw leidet unter täglichem russischen Beschuss. Krafttraining, Schwimmen oder Leichtathletik – Leistungssport findet auch mitten im Krieg statt.
Trainer Dmytro Sholokh mit dem 11-jährigen Tymofiy und der Autorin in Tschernihiw
Anastasiya Leukhina
B is zu meiner erzwungenen Auswanderung ins Ausland vor vier Jahren aufgrund des Krieges spielte der Sport eine große Rolle in meinem Alltag. Nun bin ich zum ersten Mal wieder zu Hause in Tschernihiw. Die Stadt, die weniger als 100 Kilometer von Russland entfernt liegt, leidet unter täglichem russischen Beschuss. Früher hieß die Grenzregion „Drei Schwestern“, da hier Belarus, Russland und die Ukraine aufeinandertreffen. Doch die ehemaligen „Schwestern“ sind jetzt gefährlich für die Ukraine geworden.
Der erste Ort, den ich in der Stadt besuche, ist der Sportkomplex. Sechs Jahre lang haben mein Sohn und ich täglich im Gagarin-Stadion mit unserem Trainer Dmytro Hanteln gestemmt. Ich freue mich, ihn noch vor Ort anzutreffen, auch wenn nun alles anders ist als vor dem Krieg.






