Die USA greifen Ziele im Iran an, Teheran antwortet mit Raketen. Vor den Kongresswahlen bleibt den Republikanern wenig Zeit, um die Ausgangslage zu bessern.

Schmähplakat für Donald Trump in Teheran mit hämischer Botschaft: „Großer Sieg! Straße von Hormus“

Vahid Salemi/ap/dpa

Nach Wochen trügerischer Ruhe haben die USA ihre militärischen Angriffe auf den Iran wieder aufgenommen. Das US-Militär griff am Sonntag iranische Stellungen in der Straße von Hormus an. Iran reagierte mit Raketenangriffen auf US-Truppen in Jordanien. Der jüngste Schlagabtausch erfolgt, nur wenige Tage nachdem die US-Regierung angekündigt hatte, verstärkt auf wirtschaftlichen Druck gegen Teheran zu setzen, um den seit mehr als sechs Monaten andauernden Krieg zu beenden.

In den USA wächst derweil aufgrund des anhaltenden Kriegs der politische Druck auf die republikanische Partei von US-Präsident Donald Trump. Die Umfragewerte des Präsidenten sind im Keller. Zugleich bedrohen steigende Preise infolge der angespannten Lage in der Straße von Hormus die knappen Mehrheiten der Republikaner im US-Kongress. Rund zwei Monate vor den Kongresswahlen bleibt den Republikanern wenig Zeit, ihre Ausgangslage zu verbessern. Die erneute militärische Eskalation dürfte ihnen dabei kaum helfen.