„Wer ist der Größte Loser?“ : Trumps Botschafter provoziert – und beschwört die Liebe zu Belgien31.08.2026, 13:13Lesezeit: 2 Min.Trumps Vertreter in Belgien wurde am Montag zum zweiten Mal einbestellt – mit einem Instagram-Beitrag schmähte er einen Minister. Er mischt sich beharrlich in innere Angelegenheiten ein.Am Montag musste Bill White im belgischen Außenministerium erscheinen. In knapp elf Monaten Amtszeit war es schon seine zweite Einbestellung. Diesmal hatte er die belgische Regierung mit einem Beitrag auf Instagram gegen sich aufgebracht. Es handelte sich um ein KI-generiertes Bild: Eine Zigarre mit einer Banderole, die Frank Vandenbroucke zeigt, den föderalen Gesundheitsminister, einen flämischen Sozialdemokraten. „Schadet jeder Form von Lebensfreude“, stand auf Niederländisch darunter. Darüber stand auf Englisch: „Wer ist der größte LOSER in Belgien?“Außenminister Maxime Prévot reagierte am vorigen Freitag umgehend darauf. „Es ist unerträglich, dass ein in Belgien akkreditierter Botschafter ein Mitglied unserer Regierung auf diese Weise angreift“, sagte er während eines Besuchs in der Sahelzone – und bestellte White ein.Der wiederum nannte das erzwungene Treffen auf der Plattform X eine „vollständige und totale Zeitverschwendung“, wiewohl er sich darauf „freue“, Prévot zu sehen, den er sehr möge. Den Beitrag zu Vandenbroucke spielte er mit dem Argument herunter, dass er nur einen Beitrag geteilt habe (was allerdings nicht zu erkennen war) und dass es sich um sein privates Profil handele, das niemanden etwas angehe (obwohl er dort als „Botschafter“ firmiert). Außerdem habe er den Gesundheitsminister nicht einen Verlierer genannt. Falls man wissen wolle, was er privat von dem Politiker halte, solle man ihn privat fragen – dann werde er es sagen. Das klang nicht wie eine Entschuldigung.Trump „vergöttere“ BelgienStattdessen warb US-Präsident Donald Trumps Mann in Brüssel damit, dass die US-Regierung Belgien zehn Milliarden Dollar an Finanzierung für ein neues Kernkraftwerk von Westinghouse biete – wonach allerdings niemand gefragt hat. Außerdem wolle man die „wunderschönen, atemberaubenden neuen belgischen Freunde“ in das Global-Entry-Programm aufnehmen, mit dem die Einreise in die USA erleichtert wird. Dem Portal Sudinfo sagte er zudem, dass Trump Belgien „vergöttere“, zu seinen zehn Lieblingsländern zähle und alles tun werde, um es gegen einen russischen Angriff zu verteidigen.Mit Vandenbroucke hatte sich White, ein schillernder Geschäftsmann, der einst Barack Obama unterstützt hatte und dann zu Trump umgeschwenkt war, schon im Februar angelegt. Seinerzeit mischte er sich in ein Ermittlungsverfahren zu rituellen Beschneidungen ein, die in Antwerpen von Personen ohne medizinische Ausbildung vorgenommen wurden, und hielt der belgischen Regierung Antisemitismus vor. Das führte zu seiner ersten Einbestellung, bei der ihm beschieden wurde, dass er sich nicht in die politischen und rechtlichen Angelegenheiten seines Gastlandes einzumischen habe.Was White seither jedoch geflissentlich ignorierte. Hintergrund seiner neuerlichen Provokation war die Einführung gesundheitlicher Warnhinweise auf Werbung für Alkohol in Belgien. Dagegen lief zwar auch der Brauerverband Sturm. Inwiefern es US-Interessen berührt, blieb aber unklar.
US-Botschafter in Belgien provoziert – und wird einbestellt
Trumps Vertreter in Belgien wurde am Montag zum zweiten Mal einbestellt – mit einem Instagram-Beitrag schmähte er einen Minister. Er mischt sich beharrlich in innere Angelegenheiten ein.







