Die Bejing Forestry University hat zusammen mit dem chinesischen Offshore-Unternehmen Yantai CIMC Raffles Ocean Technology Group eine schwimmende Photovoltaik-Plattform mit der Bezeichnung Jilin-2 konstruiert und vor der Küste von Yantai in der Provins Shandong in Betrieb genommen, die aus einem faserverstärktem Holz-Bambus-Verbundstoff besteht. Üblicherweise werden für solche schwimmenden Solaranlagen (auch Floating-PV) Stahl oder hochdichtes Polyethylen (High-Density Polyethylen – HDPE) verwendet. Die auf der Jilin-2-Plattform installierte Offshore-Photovoltaik-Anlage hat eine Leistung von 100 kW.
Die schwimmende Konstruktion besteht im Wesentlichen aus Bamboo-Wound-Tubes und Sea Bamboo Pipes, wie einer Mitteilung von ScienceNet zu entnehmen ist. Rohre stützen die Grundkonstruktion ab und sorgen für den nötigen Auftrieb im Wasser. Die Tubes bestehen jedoch nicht wie der Name suggeriert vollständig aus Bambus, sondern aus einem Verbundmaterial aus Holz und Bambus.
Verbundstoff mit Bambusanteil
Der an der Bejing Forestry University entwickelte Werkstoff ist aus behandelten Holz- und Bambuselementen zusammengesetzt, die miteinander verklebt und danach mit Fasern umwickelt worden sind. Die Fasern werden in mehreren Lagen aufgetragen und machen die Rohre fester, sodass sie stärker belastet werden können. Bei einer Dichte von 1,0 g/cm³ erreicht der Verbundstoff eine Biegefestigkeit von 160 MPa und eine Zugfestigkeit von 20 GPa. Die Forscher der Bejing Forestry University haben die Rohre zusätzlich abgedichtet und verschiedene Schutzschichten aufgetragen, um den Verbundwerkstoff unter anderem vor dem aggressiven Meerwasser zu schützen.







