Es war ein schwarzer Tag für Leipzig: Am 4. Mai ist ein 33 Jahre alter Mann in der Grimmaischen Straße in Leipzig in eine Menschenmenge gefahren. Jeffrey K. lenkte seinen VW Taigo vom Augustusplatz in die Fußgängerzone, wo er zwei Menschen, eine 63-jährige Frau und einen 77 Jahre alten Mann, tötete und acht Personen verletzt hatte.
Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat nun Anklage am Schwurgericht des Landgerichts Leipzig erhoben. Der Tatvorwurf lautet auf Mord in zwei tateinheitlichen Fällen in Tateinheit mit versuchtem Mord in 85 Fällen. Dazu kommt ein schwerer gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr in 91 Fällen und mit gefährlicher Körperverletzung in acht Fällen.
Im Ergebnis der durchgeführten umfangreichen Ermittlungen heißt es seitens der Staatsanwaltschaft, liege dem Angeschuldigten zur Last, bei der Fahrt am 4. Mai dieses Jahres durch die Fußgängerzone der Grimmaischen Straße zwei Menschen getötet zu haben und ferner versucht zu haben, mindestens weitere 85 Menschen zu töten. Die Staatsanwaltschaft sieht in diesem Zusammenhang die Mordmerkmale der Heimtücke, der sonst niedrigen Beweggründe und des gemeingefährlichen Mittels als gegeben an.
Der Oberbürgermeister von Leipzig, Burkhard Jung (SPD), der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen Michael Kretschmer, Sachsens Innenminister Armin Schuster (beide CDU) und der Polizeipräsident von Leipzig, René Demmler (v. r. n. l.), gedachten mit einem Blumengesteck am Tag nach der Amokfahrt in Leipzig den Opfern.







