Der deutsche Drohnenhersteller Quantum Systems hat bei seinem Einstieg in den US-Markt von der Unterstützung des mit der CIA verbundenen Investors In-Q-Tel (IQT) profitiert. US-Geldgeber wie IQT hätten dabei geholfen, Türen in ​Washington zu öffnen und Aufträge vom US-Auslandsgeheimdienst CIA sowie der Bundespolizei FBI zu erhalten, sagte Co-Chef Sven Kruck der Nachrichtenagentur Reuters in einem am Montag veröffentlichten Interview.

"Es hat uns den Startpunkt ‌in den USA in Richtung Kunden wie CIA und FBI bestimmt erleichtert", sagte der Manager, dessen Unternehmen Aufklärungs- und Kampfdrohnen unter anderem an die Ukraine und Deutschland liefert.Geschäft aus Aufklärungsvertrag stärkte VertrauenbildungDas Geschäft aus einem Aufklärungsvertrag mit US-Geheimdiensten sei zwar bescheiden gewesen, habe aber geholfen, die Glaubwürdigkeit von Quantum aufzubauen. "So haben wir auch den Weg in die USA gefunden und sind deswegen sehr, sehr früh auch stark in den USA gewesen", sagte Kruck.

Inzwischen gehört Quantum mit einer Bewertung von rund acht Milliarden Dollar zu den größten ​Rüstungs-Start-ups in Europa. Der Fall unterstreicht die Bedeutung von US-Investoren für europäische Rüstungsunternehmen, obwohl Regierungen in Europa eine größere Unabhängigkeit von Washington anstreben.Investor IQT von Geheimdienstmitarbeitern gegründetIQT wurde von Geheimdienstmitarbeitern ⁠gegründet, um in für die nationale Sicherheit der USA relevante Technologien zu investieren. Der Name ist eine Anspielung auf den Erfinder "Q" aus den James-Bond-Filmen. Obwohl die Investitionen von IQT mit oft weniger als drei Millionen Dollar gering ausfallen, liegt ihr Wert einem Insider zufolge in der Vernetzung der ‌Firmen mit US-Rüstungskäufern.