Der chinesische Speicherhersteller CXMT hat in den USA eine Klage gegen das Pentagon eingereicht, um sich von der schwarzen Liste der US-Regierung nehmen zu lassen. CXMT ist dort wegen angeblicher Beziehungen zum chinesischen Militär aufgeführt. Das Unternehmen bestreitet dies und erklärt, ihre Chips sind für zivile, nicht für militärische Zwecke bestimmt. Die Klage führt auch US-Kriegsminister Pete Hegseth als Beklagten auf.

CXMT (ChangXin Memory Technologies) ist nicht die erste namhafte chinesische Firma, die sich gerichtlich gegen diese Blacklist der USA wehrt. Schon im Juni hatte das chinesische Technik- und Onlinehandelsunternehmen Alibaba die US-Regierung verklagt, um die Einstufung des Pentagon rückgängig zu machen. Zwar haben auf der schwarzen Liste geführte Firmen keine Sanktionen zu fürchten, aber es schränkt mögliche Geschäfte mit dem US-amerikanischen Militär und finanzielle Unterstützung für Forschungsprojekte ein.

Rufschädigung durch Blacklist

Zudem würde die Blacklist der Reputation der Unternehmen schaden, wie sowohl Alibaba als auch CXMT betonen. Die Geschäfte würden darunter leiden. Der Speicherhersteller bezeichnet die Einstufung laut chinesischer Medien als willkürlich und als Verletzung des ordnungsgemäßen Verfahrens. Deshalb wurde das US-Bezirksgericht für den District of Columbia, wo das Pentagon sitzt, angerufen, um CXMT von der schwarzen Listen löschen zu lassen.