Wer diesen Sommer in Deutschland miterlebt hat, dürfte diese Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wohl unterschreiben. Nach einer vorläufigen Auswertung ist der diesjährige Sommer einer der wärmsten seit Beginn flächendeckender Messungen gewesen.

»Auffällig und außergewöhnlich waren insbesondere die Extreme: Die Hitzewelle Ende Juni erreichte in Ausmaß und Folgen Dimensionen, wie sie in Deutschland bislang nicht beobachtet wurden« hieß es. Die Temperaturen lagen zeitweise deutlich über 40 Grad, tropische Nächte brachten auch nachts kaum Abkühlung.»Eine DWD-Attributionsstudie zur Hitzewelle Ende Juni 2026 ergab: Ohne den Klimawandel wäre eine Hitzewelle dieses Ausmaßes statistisch unmöglich gewesen.« Mit Attributionsstudien kann abgeschätzt werden, inwieweit der vom Menschen verursachte Klimawandel die Wahrscheinlichkeit und Intensität individueller Wetter- oder Klimaextreme verändert hat.

Der Sommer war nach vorläufigen Angaben zudem sehr trocken, besonders im Westen und Südwesten Deutschlands. »Bei den Sonnenstunden dürfte sich der Sommer 2026 unter den Sonnenschein-reichsten seit Beginn der Aufzeichnungen einreihen.« Weitere Details gibt der DWD am Montag in seiner Sommerbilanz bekannt.