Mit Unterstützung robotischer Vierbeiner will die Immigrations and Customs Enforcement, die Einwanderungsbehörde der US-Regierung, künftig illegale Einwanderung bekämpfen. Bis zu zwei Millionen US-Dollar will sie dafür ausgeben.
Laut einer öffentlichen Ausschreibung sollen die Roboter für „Inspektion, Lageerfassung und Gefahrenbewertung in Umgebungen, die Risiken für das Personal darstellen können“ zum Einsatz kommen. Einsatzkräfte sollen damit besser und sicherer in gefährlichem, beengtem, instabilem oder schwer zugänglichem Terrain arbeiten können.
Boston Dynamics „Spot“ soll es werden
Laut der Ausschreibung soll das Geld in Exemplare des Modells „Spot“ von Boston Dynamics fließen. Er wurde für industrielle Überwachungs- und Inspektionsaufgaben entwickelt und ist mit diversen Sensoren und Kameras ausgestattet. „Spot“ kann unter anderem eigenständig Türen öffnen, indem er die Türklinke benutzt und automatisch schließende Türen dabei per Bein festhält. Der bekannte Basispreis für ein Exemplar von Spot liegt bei 74.500 Dollar, umgerechnet rund 65.000 Euro. Das kommunizierte Boston Dynamics zum Marktstart vor rund sechs Jahren – aktuelle Preise sind leider nicht öffentlich.
Das brutale Vorgehen der ICE bei ihren Einsätzen sorgt immer wieder für Schlagzeilen und Proteste. Dass Spot für Angriffe oder andere Kampfhandlungen genutzt wird, ist aber ziemlich unwahrscheinlich. Zum einen lehnt Boston Dynamics jegliche Nutzung seiner Roboter zu Kampfzwecken ab. In einem offenen Brief sprach sich das Unternehmen bereits dagegen aus und forderte auch gesetzliche Regelungen. Kürzlich gab es laut einem Medienbericht aber Bestrebungen „Spot“ für eine Polizeibehörde mit Blendgranaten auszustatten. Das stieß demnach auf massiven Widerstand bei der Belegschaft, die befürchtete, der Roboter könnte fortan gegen Demonstranten eingesetzt werden. Ob es sich beim Auftraggeber um die ICE handelte, ist nicht bekannt.










