Vor vier Jahren hat Roger Federer seine Karriere beendet, nun ist der Schweizer in die Hall of Fame des Tennis aufgenommen worden. Bei der Zeremonie in Newport im US-Bundesstaat Rhode Island sagte der 45-Jährige: »Dies ist eine der größten Ehrungen meines Lebens.« Während seiner Rede wurde Federer mehrfach von seinen Emotionen überwältigt.

Besonders während der Laudatio seiner Frau Mirka kämpfte er mit den Tränen. »Die Trophäen und Rekorde sind außergewöhnlich. Aber am stolzesten bin ich darauf, wer er ist, wenn niemand schaut«, sagte die ehemalige Tennisspielerin, die Federer während der Olympischen Spiele 2000 in Sydney kennengelernt hatte.Der 20-malige Grand-Slam-Sieger blickte in seiner eigenen Rede auf seine Laufbahn zurück und dankte seinen Weggefährten, Fans, Offiziellen und seiner Familie. »Sie nennen dies die Hall of Fame, aber Ruhm war nie das Ziel. Mein Ziel war es, mein Leben damit zu verbringen, etwas zu tun, das ich liebe, mit Menschen, die es genauso lieben wie ich.«

Zu Beginn seiner Rede erinnerte Federer an ungewöhnliche Zahlen aus seiner Karriere. Er habe mehr als 5000 Stirnbänder und rund 7000 Paar Socken getragen. Besonders emotional wurde es, als er auf seinen Weg vom 13-jährigen Balljungen bei einem ATP-Turnier in Basel bis an die Spitze des Welttennis zurückblickte.»Ich möchte wirklich jedem Ballkind danken, das jemals bei meinen Spielen oder bei all unseren Spielen stundenlang am Platz gestanden hat. Ich sehe euch. Ich danke euch. Ich war ihr«, sagte Federer. Er würdigte außerdem sein Idol Stefan Edberg und weitere Weggefährten. Trotz seines Karriereendes betonte Federer seine anhaltende Verbundenheit mit dem Tennissport.