Die neue Eisschnelllauf-Bundestrainerin Claudia Pechstein könnte sich vorstellen, in die Sportpolitik zu wechseln. Auf die Frage, ob sie als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt zur Verfügung stehe, sagte die fünfmalige Olympiasiegerin der »Bild am Sonntag«: »Ich brenne gerade für meine neue Aufgabe, da steckt mein ganzes Herzblut drin. Aber wer mich kennt, weiß: Ich habe mich nie versteckt, wenn es darum ging, Verantwortung zu übernehmen.«Das Amt ist vakant , seit Christiane Schenderlein (CDU) Ende Juli nach 14 Monaten als Staatsministerin ausschied und als Parlamentarische Staatssekretärin ins Gesundheitsministerium wechselte. Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Nachfolge bislang offengelassen. Pechstein sagte, sollte Merz der Überzeugung sein, dass sie den deutschen Sport politisch voranbringen könne, würde sie sich einem Gespräch »selbstverständlich nicht verschließen«.Pechstein würde sich anhören, was er sich vorstelle, und ihm sagen, was sich ändern müsse. »Ich kenne den Sport nicht aus Aktenordnern, sondern von innen, aus der Kabine, aus der Eishalle, egal um welche Uhrzeit«, so die 54-Jährige. Sie wisse, wo es brenne, wo Vereine, Verbände und die Ehrenamtler kämpften und am Limit seien. Als konkrete Kandidatin wird die 54-Jährige öffentlich bislang nicht gehandelt.