Ein halbes Jahr nach Beginn des Irankriegs stecken einem Bericht zufolge noch immer rund 400 Schiffe im Persischen Golf fest. "Während einige Schiffe und ihre Besatzungen den Persischen Golf verlassen konnten, haben bis zu 400 Schiffe mit rund 6000 Seeleuten seit Beginn des Konflikts nicht sicher abfahren können", sagte der Generalsekretär der Weltschifffahrtsorganisation (IMO), Arsenio Dominguez.

Die Organisation verifizierte seit Kriegsbeginn Ende Februar eigenen Angaben zufolge 70 Attacken auf internationale Schiffe im Persischen Golf. Dabei seien 19 Seeleute getötet worden. Die schlechte Sicherheitslage schade allen, sagte Dominguez. "Besonders bedrückend ist sie jedoch für die Tausenden unschuldigen Seeleute, die davon betroffen sind."Bei Attacken starben bislang 19 SeeleuteDie Straße von Hormus am Persischen Golf ist ein zentraler Streitpunkt im Krieg zwischen den USA und Iran. Vor dem Krieg war die Meerenge für den Schiffsverkehr offen. Rund ein halbes Jahr nach Beginn der ersten israelisch-amerikanischen Angriffe auf Iran stecken die Bemühungen um eine Beilegung des Konflikts in einer Sackgasse. Iran fordert Zugeständnisse der US-Regierung, während Präsident Trump die Führung in Teheran mit einem »Wirtschaftskrieg« unter Druck setzen will.