Ein Team von Wissenschaftler:innen der australischen Edith-Cowan-Universität hat nachgewiesen, dass das eisenhaltige Mineral Magnetit auf natürliche Weise Wasserstoffgas erzeugen kann. Die in der Region Pilbara in großen Mengen vorkommenden gebänderten Eisenerzformationen könnten sich demnach als Quelle für sogenannten weißen oder geogenen Wasserstoff erweisen.Anzeige
Dieser weiße Wasserstoff unterscheidet sich von der künstlich hergestellten Variante, für die normalerweise große Mengen an Energie in Elektrolyseuren aufgewendet werden müssen. Die direkte Entnahme aus natürlichen geologischen Speichern gilt in der Forschung als vielversprechender Ansatz zur Reduzierung von Treibhausgasen.
Für die Untersuchung simulierten die Forscher:innen die Bedingungen tief unter der Erdoberfläche, wie in einer im Fachmagazin International Journal of Hydrogen Energy veröffentlichten Studie zu lesen ist. Sie setzten reines Magnetit für 60 Tage bei 200 Grad Celsius und einem Druck von über 100 bar einem deoxygenierten Wasserbad aus.Anzeige
Chemische Reaktionen von Magnetit und Wasser
Unter diesen definierten thermischen und physikalischen Bedingungen reagiert das im Magnetit enthaltene zweiwertige Eisen kontinuierlich mit dem heißen Wasser. Das Mineral oxidiert dabei zu dreiwertigem Eisen, wandelt sich in Hämatit um und spaltet den Sauerstoff ab, wodurch molekularer Wasserstoff freigesetzt wird.







