Neuwerk ist den Hamburgern lieb und teuer: 40 Millionen Euro will der Stadtstaat in seine Wattenmeerinsel investieren. Er setzt dabei auf Tourismus.
Sollte einst Piraten fernhalten, soll heute Touristen anziehen: Hamburgs Trutzburg auf der Nordseeinsel Neuwerk
Illustration:
Jeong Hwa Min
Der Leuchtturm von Neuwerk ist im morgendlichen Dunst schon auszumachen, obwohl es noch eine gute Stunde bis auf die Insel ist. Der alte Griebel schweigt und lenkt seine Pferde durchs Watt, aber es sieht aus, als würden sie ihren Weg auch allein finden. Er trägt auch an diesem sommerlichen Tag eine dicke Steppjacke und eine Strickmütze, die er bis zu den Haarbüscheln auf seinen Ohren heruntergezogen hat. Man weiß ja nie an der Nordsee. Ach, was heißt hier an – in! Oder auf? Schließlich ist das Wasser gerade nicht da, und wir bewegen uns, technisch gesehen, auf dem Meeresgrund. Deswegen heißt Griebels Gefährt auch nicht Kutsche, sondern Wattwagen.







