Inzwischen gehören die drei großen Bedrohungen für das Überleben der Menschheit zum Allgemeinwissen: die ökologische Krise, die unkontrollierte Entwicklung Künstlicher Intelligenz und die Gefahr der militärischen Selbstzerstörung.
Dabei fällt auf, dass in der medialen Berichterstattung immer wieder dasselbe Wort auftaucht: Eindämmung. Während die Bedrohungen als solche akzeptiert werden, richtet sich die Sorge darauf, dass ihre Eskalationskräfte im Krisenfall unkontrollierbar sind.
Beginnen wir mit den Kriegen. Sowohl Trump als auch Putin verwenden den Begriff nur ungern. Putin spricht mit Blick auf die Ukraine von einer „begrenzten Militäroperation“, die dazu diene, einen echten großen Krieg (einen Nato-Angriff auf Russland) zu verhindern. Und Trump hat seinen Angriff auf den Iran als „Exkursion“ bezeichnet, die dazu diene, einen echten großen Krieg (einen Atomangriff des Irans auf Israel) zu verhindern.
Paradox daran ist, dass die Zurückhaltung bei der Verwendung des Begriffs (Krieg) – obwohl Hunderttausende den Tod erleiden und die Infrastruktur eines Landes zerstört wird – eben dazu dient, den längst erreichten Kriegszustand zu normalisieren. Es ist die Strategie der Eindämmung – der Versuch, Konflikte unterhalb der Schwelle auszutragen, ab der sie zu einem tatsächlichen Weltkrieg eskalieren könnten.








