Bei einem russischen Drohnenschlag sind unweit der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw mindestens 27 Menschen getötet worden. »Es gibt erhebliche Schäden an der umliegenden Infrastruktur: Wohnhäuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim wurden beschädigt«, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram . Zudem seien Dutzende Menschen bei dem Angriff am Freitagabend verletzt worden.
Einer der Toten ist demnach der Vorsteher der Gemeinde Dmytriwka, Taras Didytsch, der sofort zum Unglücksort geeilt sei. Mehr als 300 Rettungskräfte seien im Einsatz. Im Umkreis wurden Selenskyj zufolge fast 400 Menschen evakuiert. In sozialen Netzwerken zeigen Videos ein Feuer und Explosionen in der Abenddämmerung.Nach Behördenangaben ereignete sich der Drohnenangriff im Dorf Myla im Bezirk Butscha. In der Folge sei ein Feuer ausgebrochen, es habe mehrere Explosionen gegeben. Nach russischen Angaben war ein Munitionslager das Ziel des Angriffs.
Ermittlungen eingeleitetNach dem Angriff leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts ein, dass auf dem Gelände illegal explosives Material gelagert worden sei. Auch werde geprüft, ob das Unternehmen alle »notwendigen Genehmigungen« gehabt habe, hieß es.Selenskyj nannte keine Details, schrieb aber: »Es gibt Vorschriften: Munition darf es nicht neben Häusern und anderen Wohngebäuden geben.« Er verwies auf eingeleitete Strafverfahren.












