Sie watschelt, schnappt und quakt: Microduck vom französischen Roboter-Hersteller Pollen Robotics. Die größte Besonderheit ist der Preis: Das kuriose Gerät kostet, inklusive Versand, lediglich 440 Euro, deutlich weniger als „professionelle“ Roboter-Modelle. Dafür ist Microduck ordentlich ausgestattet: 15 Aktuatoren bewegen Beine, Kopf, Hals und Schnabel, dazu gibt es eine Frontkamera und einen kompakten LiDAR (8×8-Time-of-Flight-Matrix), zwei IMUs, Soundsystem, Mikrofon, zwei NFC-Antennen sowie WLAN und Bluetooth. Als Energiequelle kommt ein Standard-Kamera-Akku zum Einsatz (NP-F550 mit 2600 mAh). Eine Stunde lang soll die Roboterente damit durchhalten.

Pollen Robotics, das mit Reachy 2 auch einen großen, humanoiden Roboter im Programm hat, gehört seit Mitte 2025 zur Machine-Learning-Plattform Hugging Face (steht kurz vor der Übernahme durch Nvidia). Seitdem hat sich der Hersteller auf niedrigpreisige Roboter fokussiert, Ende letzten Jahres kam zum Beispiel Reachy Mini für 340 Euro auf den Markt; ein Roboter, der im c’t-3003-Test durchaus gut wegkam – größter Kritikpunkt waren damals die fehlenden Geh- und Greiffähigkeiten. Microduck räumt genau diese Kritikpunkte aus: Die Roboterente kann gehen (beziehungsweise watscheln), laut Werbevideo sogar rollerskaten und, zumindest rudimentär, „greifen“: Nämlich mit dem Schnabel zuschnappen.