Königs Wusterhausen erlebt am Samstag eine Premiere: Erstmals findet in der brandenburgischen Stadt südöstlich von Berlin ein Christopher Street Day (CSD) statt. Unter dem Motto „Liebe statt Hass“ wollen die Teilnehmer für die Rechte und Sichtbarkeit queerer Menschen demonstrieren. Los geht es um 15 Uhr am Bahnhofsvorplatz. Die Veranstalter rechnen mit mindestens 500 Teilnehmern.
Begleitet wird die Premiere von einem größeren Polizeieinsatz. Hintergrund ist eine angekündigte Gegenveranstaltung der rechtsextremen Gruppierung „Jägertruppe Berlin-Brandenburg“. Die Polizei soll den CSD entsprechend absichern. Auch Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) hat seinen Besuch angekündigt. Nach Angaben seines Ministeriums will er vor Ort mit den Verantwortlichen sprechen.
Staatsschutz ermittelt nach Plakataktion
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält der CSD durch einen Vorfall unmittelbar vor dem Wochenende. In der Nacht zum Freitag entdeckte die Polizei in Königs Wusterhausen annähernd 80 DIN-A4-Plakate mit nach Behördenangaben fremdenfeindlichen und volksverhetzenden Inhalten.
Ein Zeuge hatte kurz nach Mitternacht vier Personen beobachtet, die im Bereich der Cottbuser Straße Plakate anbrachten, und die Polizei alarmiert. Nach Angaben der Polizei stammen die Plakate von einer Kleinstpartei aus dem rechtsextremistischen Spektrum. Der Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen. Die Stadt wurde informiert, damit die Plakate entfernt werden können.










