Startseite
Unternehmen
Versicherer
Heilpraktiker und Naturheilverfahren: Die besten Policen für alternative Heilmethoden Gesetzliche Krankenkassen zahlen Heilpraktiker oder Naturheilverfahren nur in Ausnahmen. Ab 2027 ist damit ganz Schluss. Eine ambulante Zusatzversicherung springt ein.
Seniorinnen gehen durch ein Kneipp-Becken. Foto: imagoEinige Menschen gehen lieber zum Heilpraktiker als zum Arzt oder ergänzen die klassische Schulmedizin zumindest mit Naturheilmethoden. Das können Aromatherapie, Bach-Blütentherapie, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Eigenblut-Therapie oder homöopathische Medikamente sein.Gesetzliche Krankenkassen (GKV) zahlen alternative Heilmethoden in der Regel nur in Ausnahmefällen. „Bei Heilpraktikerleistungen und alternativen Behandlungsmethoden ist die gesetzliche Absicherung bereits heute begrenzt“, bestätigt Thorsten Bohrmann, Senior Versicherungsanalyst beim Analysehaus Morgen & Morgen (M&M). „Wer solche Behandlungen nutzen möchte, trägt die Kosten daher häufig selbst.“GKV-Reform 2027: Gesetzliche Kassen streichen NaturheilverfahrenAusnahmen im gesetzlich vorgeschriebenen Leistungskatalog sind Akupunktur bei Rückenschmerzen oder Arthrose sowie manche pflanzlichen oder homöopathischen Medikamente auf Rezept. Viele Kassen bezuschussen derzeit noch bestimmte alternative Behandlungen freiwillig.Doch mit der Gesundheitsreform ist damit bald Schluss: Wenn das sogenannte Beitragsstabilisierungsgesetz ab dem 1. Januar 2027 in Kraft tritt, werden homöopathische und anthroposophische Leistungen sowie entsprechende Arzneimittel vollständig aus dem Leistungskatalog der GKV gestrichen. Krankenkassen dürfen diese bisherigen freiwilligen Satzungsleistungen dann nicht mehr anbieten.Aber auch schon jetzt gibt es oft nur einen kleineren Zuschuss und viele alternative Heilmethoden müssen Versicherte komplett selbst bezahlen. „Die Diskussion um die Finanzierung und den Leistungsumfang der GKV dürfte den Blick stärker darauf lenken, welche Leistungen die gesetzliche Krankenversicherung abdeckt und welche nicht“, sagt M&M-Experte Bohrmann. „Gerade bei Leistungen außerhalb des GKV-Leistungskatalogs können private Zusatztarife deshalb stärker in den Fokus rücken.“Foto: WirtschaftsWocheWer Wert auf Naturheilverfahren, Osteopathie oder Heilpraktiker-Behandlungen legt, kann diese Leistungen über eine ambulante Zusatzversicherung absichern – sie erstattet je nach Tarif Heilpraktikerleistungen und Naturheilverfahren nach der Gebührenordnung und federt so ab, was die Kasse künftig gar nicht mehr zahlt. „Diese Police übernimmt Kosten, wenn Kassenpatienten ambulant als Privatpatient behandelt werden wollen. Je nach Tarif können weitere Leistungen – wie etwa eine Behandlung beim Heilpraktiker – vereinbart werden“, erläutert der Verbraucherzentrale Bundesverband.Die besten Zusatzversicherungen für Heilpraktiker und alternative HeilmethodenMorgen & Morgen hat exklusiv für die WirtschaftsWoche die besten ambulanten Zusatzversicherungen für einen 30- und einen 40-Jährigen analysiert und gekürt. Beide wählen eine Erstattung der Heilpraktiker-Kosten von mindestens 70 Prozent bei einer jährlichen Leistung von mindestens 800 Euro. Auch alternative Behandlungsmethoden decken die Policen ab.Foto: WirtschaftsWocheDer 30-Jährige hat die Wahl zwischen acht mit „exzellent“ ausgezeichneten Tarifen. Vier weitere wurden mit „sehr gut“ bewertet. Bei der erstplatzierten Debeka liegt der monatliche Beitrag bei 52,60 Euro. Die prozentuale Erstattung liegt zwischen 90 und 100 Prozent für alternative Behandlungsmethoden und ist bei Heilpraktiker-Sitzungen unbegrenzt.Auf dem zweiten Platz folgt die Arag mit einem monatlichen Beitrag von 38,29 Euro und einer prozentualen Erstattung von 90 Prozent, die sowohl bei Heilpraktiker-Rechnungen als auch bei alternativen Behandlungsmethoden allerdings auf 2500 Euro innerhalb von zwei Jahren begrenzt ist. Bei der Axa ist die prozentuale Erstattung auf 80 Prozent begrenzt und liegt innerhalb von zwei Jahren jeweils bei 2000 Euro. Der Beitrag beträgt 40,66 Euro. Auf den weiteren Plätzen folgen Barmenia, Mecklenburgische, Huk-Coburg, Inter und VRK.Auch der 40-Jährige hat die Wahl zwischen acht exzellenten Tarifen. Es sind dieselben wie in der Auswahl des jüngeren Versicherten, allerdings zahlt der 40-Jährige etwas höhere Beiträge. Zum Vergleich: Bei der Debeka sind es 60,10 Euro, bei der Arag 42,81 Euro und bei der Axa 41,21 Euro.Beitragsstufen im Alter beachten„Die ausgezeichneten Tarife beinhalten neben den Leistungen für Heilpraktiker und alternative Behandlungsmethoden auch weitere Leistungen im ambulanten Zusatzbereich“, erklärt Bohrmann. Für dieses Ranking waren aber die speziellen Leistungen für Heilpraktiker und alternative Behandlungsmaßnahmen ausschlaggebend.Und noch eine Besonderheit gilt es zu beachten: „Bei einem Teil der untersuchten Angebote handelt es sich um sogenannte Risikotarife mit altersabhängigen Beitragsstufen“, erklärt Bohrmann. Die vorgesehenen Beitragssprünge sind bereits bei Vertragsabschluss festgelegt und damit für Versicherte grundsätzlich transparent. „Beim Tarifvergleich sollte deshalb nicht nur auf den Einstiegsbeitrag, sondern auch auf die weitere Beitragsentwicklung geachtet werden.“Krankenzusatzversicherungen: Jeder zweite Haushalt privat abgesichertImmer mehr Menschen in Deutschland setzen auf ergänzende Absicherung über eine private Krankenzusatzversicherung. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), der Daten des Statistischen Bundesamtes für den Zeitraum von 2018 bis 2023 zugrunde liegen.Das Ergebnis: Die private Krankenzusatzversicherung verzeichnet ein starkes Wachstum. Während 2018 noch 31,6 Prozent der Haushalte solche Zusatzpolicen abgeschlossen hatten, waren es 2023 bereits 47,5 Prozent. Damit ist heute fast jeder zweite Haushalt in Deutschland privat zusätzlich abgesichert.Das entspricht einem Anstieg von rund 50 Prozent innerhalb von fünf Jahren – „ein deutliches Zeichen dafür, dass immer mehr gesetzlich Versicherte ihren Schutz gezielt erweitern, etwa für bessere Leistungen beim Zahnersatz, im Krankenhaus oder für alternative Heilmethoden“, kommentiert der Verband der Privaten Krankenversicherungen (PKV-Verband).Dieser Artikel wurde erstmals am 27. August 2026 veröffentlicht. Wir zeigen ihn aufgrund des Leserinteresses erneut. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick






