»U-583 ist am 15. Juli entdeckt worden, das andere ein wenig später«, so Lübcke. Gefunden wurde U-583 östlich der Insel Bornholm, am Rande der polnischen Wirtschaftszone. Beim U-Boot U-649 warte er noch auf den Bericht mit den genauen Koordinaten. Alle 45 Besatzungsmitglieder der U-583 seien beim Untergang gestorben. Von der U-649 hätten sich elf Menschen retten können, jedoch seien auch dort 35 Besatzungsmitglieder gestorben.Die Suche nach dem Wrack der U-583 dauerte bereits seit einiger Zeit an. Es war der dritte Versuch des polnischen Vereins für Wracktauchgänge (Stowarzyszenie Wyprawy Wrakowe), es zu finden. »Das Wrack von U-583 ist in einem sehr guten Zustand. Es ist praktisch in einem Stück erhalten, aber von sehr vielen Fischernetzen umwickelt«, erzählte Vereinschef Piotr Wytychowski dem Sender Pol Sat News. Deshalb habe man den Fund nun den zuständigen Behörden gemeldet und wolle genauere Untersuchungen in Zusammenarbeit mit diesen angehen.
Beide U-Boote seien bei Ausbildungsfahrten mit anderen U-Booten kollidiert und gesunken, sagte Lübcke. U-583 sank demnach 1941, U-649 im Jahr 1943. Das Durchschnittsalter beider Besatzungen lag bei etwa 24 Jahren. Der Volksbund erwägt, eine Tauchverbotszone bei den polnischen Behörden zu erwirken.Weiteres Wrack in GriechenlandDas Wrack des deutschen Leichten Schnellboots LS 6 ist zudem im Ionischen Meer vor der griechischen Hafenstadt Preveza in 96 Meter Tiefe entdeckt worden. Die Suche nach LS 6 begann bereits vor 13 Jahren, sagte der technische Tauchlehrer und Entdecker Marinos Giourgas der dpa. »Nur wenige Erlebnisse sind vergleichbar mit dem Privileg, als Erste zu tauchen, ein vergessenes Stück Geschichte zu dokumentieren und zu identifizieren«, heißt es in einem Beitrag von Anfang August von dem Unternehmen Aegeantec, deren Taucher das Wrack entdeckt hatten.









