Stand: 28.08.2026 • 16:00 Uhr

Der vor einem halben Jahr begonnene Iran-Krieg hat nicht nur Folgen für die USA, Israel und Iran. Auch das Selbstverständnis der Golfstaaten wurde infrage gestellt. Sie setzen auf neue Ölexportwege und regionale Allianzen.

Von Paul Jens, ARD Studio Kairo

Bis kurz vor den ersten Angriffen der USA und Israels hatten einige Golfstaaten noch versucht, einen Deal zu vermitteln und den Krieg abzuwenden. Sie ahnten schon: Diese Konfrontation würde auch sie treffen. Dass es so heftig wird, haben die Länder am Persischen Golf aber nicht erwartet.

Ein halbes Jahr nach Ausbruch des Krieges ist die Bilanz der Länder verheerend: Die Raffinerien der Saudis wurden getroffen, die glitzernd-heile Welt in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Gas-Aufbereitungsanlagen in Katar. Und nicht zuletzt wurde die Straße von Hormus als wichtigste Handelsroute der Region durch die Iraner blockiert.