Strategy von Bitcoinguru Michael Saylor und Dutzende andere Firmen steckten in den vergangenen Jahren so viel wie möglich Eigen- und Fremdkapital in Kryptowerte. Seit 2025 sind deren Kurse jedoch erodiert, was das Geschäftsmodell implodieren ließ.

28.08.2026, 10.37 Uhr

Sag niemals nie: US-Milliardär Michael Saylor musste von seinem Grundsatz abrücken und erstmals Bitcoins verkaufen

„Es war von Anfang an zum Scheitern verurteilt“, sagt Kryptoexperte Adam Morgan McCarthy, Forschungsleiter beim Handelsunternehmen LO:TECH. „Der Hype ist vorbei, ich glaube nicht, dass er wiederkommt.“McCarthy spricht vom Geschäft sogenannter Bitcoin-Treasury-Unternehmen, Firmen also, deren Geschäftszweck es ist, professionell Bitcoins und andere Kryptowerte zu erwerben und anzuhäufen. Die Unternehmen sind in der Regel an der Börse notiert und nehmen laufend Eigen- und Fremdkapital auf, um ihre Investments zu finanzieren. Vorbild ist die Firma Strategy des US-Milliardärs Michael Saylor (61), der dieses Geschäftsmodell soweit bekannt erfunden hat.

Dutzende Unternehmen weltweit sprangen in den vergangenen Jahren auf den Trend auf: Sie gaben ihre vorherigen Geschäftstätigkeiten auf und verlegten sich auf Kryptoinvestments. Darunter befanden sich Unternehmen aus den verschiedensten Branchen wie etwa Filmproduktion, Einzelhandel, E-Zigaretten oder Elektrofahrzeuge. Sie alle einte der Glaube an den fortwährenden Boom des Bitcoins.