Ukrainische Postfirma: Sortieranlagen bei russischen Angriffen zerstörtBei neuen russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der Nähe von Kiew Sortierzentren des privaten Post- und Kurierunternehmens Nova Poshta Unternehmensangaben zufolge zerstört worden. Auch in der nördlichen Stadt Sumy seien solche Zentren zerstört worden, teilt Nova Poshta auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Vier gelenkte Luftbomben hätten das Terminal in Sumy getroffen und zudem drei Lastwagen beschädigt. Alle Mitarbeiter seien unversehrt. Der Betrieb laufe weiter. Russland: Vier Verletzte nach Drohnenangriff auf Krim Bei einem Drohnenangriff auf ein fünfstöckiges Wohnhaus in Sewastopol, auf der Halbinsel Krim, wurden nach russischen Angaben vier Menschen verletzt. Drohnen und Trümmerteile hätten zudem ein Hotel, einen Kindergarten und mehr als ein Dutzend Autos getroffen, teilt der von Moskau eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Entgegen ersten Berichten brennen keine Öldepots. Gras in der Nähe der Anlagen fing Feuer, der Brand wurde jedoch gelöscht. Trump: Bin nicht besorgt, dass Russland NATO-Staaten angreifen könnteNach Berichten, CIA-Direktor John Ratcliffe habe bei seinem Moskau-Besuch am Dienstag den Kreml gewarnt, die Entschlossenheit der NATO auszutesten, hat Donald Trump gesagt, er sei nicht besorgt, dass Russland NATO-Staaten angreifen könnte. In einem Telefoninterview mit der Online-Plattform Axios sagte er am Donnerstag, Ratcliffe habe in Moskau keine solche Warnung ausgesprochen. Es gebe kein Problem. Der Besuch des Chefs des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes gehöre zum üblichen Geschäft. Ratcliffe spreche alle sechs Monate mit seinem russischen Gegenüber. Schon zuvor hatte Trump den Besuch "halb Routine" genannt, sich jedoch zunächst entschieden, den Anlass der Reise nicht weiter zu kommentieren. Auch der Kreml hatte die Berichte amerikanischer Medien dementiert und von "Horrorgeschichten" gesprochen. Es gehört zur Natur der Sache, dass über die Tätigkeit der Geheimdienste, zumal ihrer Chefs, wenig nach außen dringt. Auch Desinformation ist Teil der Praxis. Das Wall Street Journal, das zuerst über die Warnung Ratcliffes berichtet hatte, bezog sich auf Leute, die über die Reise des CIA-Direktors unterrichtet worden seien. Hintergrund sind Einschätzungen amerikanischer Dienste, Putin könnte in nächster Zeit versuchen, das westliche Bündnis auf die Probe zu stellen und etwa einen begrenzten Schlag gegen einen baltischen Staat ausüben, zumal Trump mehrfach die Beistandspflicht der NATO in Zweifel gezogen hatte. Ian LieschVier EU-Staaten fordern eingefrorene russische Vermögen für UkraineInnerhalb der EU werden die Rufe nach einer erneuten Diskussion über die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte für die Ukraine laut. In einem Brief an die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und die irische Außenministerin Helen McEntee argumentieren die Außenminister von Schweden, Spanien, den Niederlanden und Polen, dass die vereinbarten Finanzhilfen nicht ausreichten. Die Ukraine benötige sowohl kurz- als auch langfristig mehr finanzielle Unterstützung, heißt es darin. Die Minister wollen das Thema beim EU-Außenministertreffen am 1. und 2. September in Irland auf die Tagesordnung setzen. Irland hat derzeit den rotierenden EU-Ratsvorsitz inne. Ein früherer Plan zur Nutzung der rund 210 Milliarden Euro an eingefrorenen russischen Zentralbankgeldern scheiterte am Widerstand Belgiens wegen möglicher Schadensersatzklagen Russlands.Ian LieschInspekteur der Marine: Russland „aggressiv auf See“Marineinspekteur Jan Christian Kaack sieht eine konstant hohe russische Bedrohung vor allem in der Ostsee. Die Marine des Landes sei „aggressiv auf See, durch das Ausspähen von Stützpunkten und Einheiten, durch Einschüchterungs- und Sabotageversuche, Drohnenüberflüge sowie den Einsatz der Schattenflotte in der Ostsee“, sagte der Vizeadmiral in Berlin.Er machte deutlich, dass Russland die Schiffe dieser sogenannten Schattenflotte inzwischen auch mit Waffen schützt, entweder durch Marineschiffe oder auch durch Wachteams an Bord. Allerdings sei diese Aufgabe für die russische Marine auch eine zusätzliche Belastung. Der Vizeadmiral sagte: „Das nutzt eine Marine, die auch nicht unendliche Ressourcen hat, auch in einem gewissen Maße ab.“ Der Schattenflotte werden Tanker und Frachtschiffe zugerechnet, die Russland zum Vermeiden von Sanktionen etwa beim Öltransport einsetzt. Der Marineinspekteur erklärte zudem, dass die Zahl der Männer und Frauen in den deutschen Seestreitkräften erstmals wieder wachse. „Beim Personal ist die Kehrtwende geschafft“, sagte er. Bei den Grundausbildungen sei 2025 der höchste Stand seit 2018 erreicht worden, und im Juli dieses Jahres sei man zahlenmäßig dort, wo man 2025 erst zu Jahresende gewesen sei. „In 2026 erwarten wir 3.000 Menschen mehr in der Marine, die selbstverständlich auch nachhaltig aufgenommen und ausgebildet werden müssen“, sagte er.Ian LieschLitauen repariert in Ukraine beschädigte Leopard- 2-PanzerIn Litauen sind mehrere Leopard-2-Panzer repariert worden, die als westliche Hilfe an die Ukraine geliefert und im Abwehrkampf gegen Russland beschädigt wurden. Die wieder instand gesetzten Kampfpanzer wurden bei einer Zeremonie in Jonava an Kiew übergeben und sollen schon bald wieder aus dem baltischen EU- und Nato-Land an die Front zurückkehren. Dies teilten das Unternehmen Lithuania Defense Services (LDS) und die deutsche Botschaft in Vilnius in sozialen Medien mit. Wie viele Leopard-2-Panzer instand gesetzt worden sind, wurde nicht mitgeteilt.Trotz des Zeitalters von Drohnen blieben die Panzer unerlässlich, wurde die ukrainische Botschafterin Olha Nikittschenko in der Mitteilung zitiert. Repariert wurden die Panzer in einem Wartungszentrum von LDS, einem litauischen Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Rüstungsfirmen Rheinmetall und KNDS. Finanziert wurde die Instandsetzung den Angaben zufolge von Deutschland, das der Ukraine nach langer Debatte seit Anfang 2023 Leopard-2-Panzer liefert. Auch andere Nato-Partner haben der Ukraine Panzer aus ihren Beständen übergeben.Autoexplosion in St. Petersburg: Russischer Offizier getötet In der russischen Millionenmetropole St. Petersburg ist ein Offizier bei der Explosion eines Sprengsatzes in seinem Auto getötet worden. Ermittler bestätigten nur den Tod eines Militärangehörigen, nannten aber keine Details. Die Ehefrau des Mannes sei verletzt worden, teilten die Ermittler mit. Das Petersburger Nachrichtenportal „Fontanka“ meldete, bei dem Toten handle es sich um einen Oberstleutnant der russischen Luftstreitkräfte.Die Explosion ereignete sich demnach am Morgen, als das Paar seine Wohnung in einem für Militärangehörige gebauten Viertel verlassen habe. Die Hintergründe der Explosion waren zunächst unklar.In Russland wurden in den vergangenen Jahren immer wieder auch Militärangehörige bei Autoexplosionen getötet. In mehreren Fällen sprachen die Ermittler im Zuge der Untersuchungen von Anschlägen, die sie den ukrainischen Geheimdiensten zurechneten. Ukraine: Russland greift Einkaufszentrum in Charkiw an Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ostukrainische Großstadt Charkiw ist mindestens ein Mensch getötet worden. Vier Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur des gleichnamigen Gebiets, Oleh Synjehubow, bei Telegram mit. Ziel der Attacke sei ein Einkaufszentrum gewesen. Ukraine stellt neue Friedensgespräche im September in Aussicht Neue Gespräche zwischen ukrainischen und russischen Vertretern unter Beteiligung der USA könnten nach Angaben aus Kiew womöglich im September stattfinden. Die Ukraine bemühe sich um eine Wiederbelebung der Verhandlungen, sagte der ukrainische Präsidialamtschef Kyrylo Budanow dem ukrainischen Nachrichtenportal „Novyny Live“. Mit weiteren Entwicklungen sei im kommenden Monat zu rechnen. Auf die Frage, ob er damit direkte Gespräche zwischen ukrainischen und russischen Unterhändlern meine, sagte Budanow: „Ich hoffe darauf, ja, und natürlich auch auf amerikanische Vertreter. Ohne sie geht es nicht.“Die von den USA vermittelten Friedensgespräche waren in diesem Jahr ins Stocken geraten. Die Ukraine hatte russische Forderungen nach Gebietsabtretungen abgelehnt. Zudem waren die USA zunehmend mit dem Krieg gegen Iran beschäftigt. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte kürzlich, die Ukraine sehe bis zum Ende des nächsten Sommers ein Zeitfenster für eine US-Vermittlung. Seine Regierung habe zusammen mit US- und europäischen Vertretern ein Dokument mit Vorschlägen erarbeitet, das Moskau vorgelegt werden solle. Die letzte Runde von Gesprächen unter Beteiligung von US-Vertretern fand im Februar statt. Seither führten Vertreter der Ukraine und Russlands getrennte Gespräche mit der US-Seite. Russischer Generalstabschef besucht Soldaten an der FrontDer russische Generalstabschef Waleri Gerassimow hat nach offiziellen Angaben russische Soldaten an der Front in der Ukraine besucht. Das Verteidigungsministerium in Moskau veröffentlichte am Donnerstag ein Video, das Gerassimow zusammen mit Militärs zeigt. Demnach würdigte er den „Erfolg“ der Streitkräfte in der ostukrainischen Region Donezk und legte „Ziele“ für das weitere Vorgehen fest. Nach Ministeriumsangaben besuchte Gerassimow einen Gefechtsstand. Die russischen Streitkräfte rückten in Richtung Slowjansk in der Ostukraine vor, sagte Gerassimow dem Video zufolge. „Bis zu den östlichen Vororten von Slowjansk sind es noch vier Kilometer.“ Die russischen Truppen sollen nach dem Willen des Kremls die Kontrolle über die gesamte Region Donezk übernehmen. Slowjansk und das nahegelegene Kramatosrk sind die letzten größeren Ballungsräume in der Region, die unter ukrainischer Kontrolle sind. Am Mittwoch betraute der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Andrij Bilezkyji und Denys Prokopenko mit der Verteidigung der Region. Sie gelten als erfolgreiche Kommandeure. Russland greift Kiew vormittags mit Drohnen anAm Vormittag ist in Kiew lautes Flugabwehrfeuer zu hören. Seit zwei Stunden warnen die Luftstreitkräfte immer wieder vor Drohnen mit Strahlantrieb. Vanessa AngermannBerichte: CIA-Chef warnte in Moskau vor Angriff auf NATOCIA-Direktor John Ratcliffe hat Russland bei seinem Besuch in Moskau Medienberichten zufolge vor einem Angriff auf NATO-Verbündete gewarnt. Das berichteten das „Wall Street Journal“ und das Magazin „Politico“ unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen. Der Chef des US-Geheimdienstes hatte die russische Hauptstadt am Dienstag besucht. Über den Inhalt seiner Gespräche wurde allerdings nur wenig bekannt.Der CIA-Chef habe Russland vor allem mit Blick auf die östlichen NATO-Partner im Baltikum vor einer Eskalation gewarnt, berichtete „Politico“. Das „Wall Street Journal“ berichtete, Hintergrund seien US-Geheimdiensteinschätzungen, wonach der russische Präsident Wladimir Putin in den kommenden Jahren womöglich einen „begrenzten Angriff“ ausführen lassen könnte. Das Weiße Haus in Washington reagierte zunächst nicht auf Anfragen der Nachrichtenagentur AFP zu dem Thema. US-Präsident Donald Trump sagte, Ratcliffes Besuch in Moskau sei „halb routinemäßig“ erfolgt. „Wir würden den Krieg mit der Ukraine gerne beendet sehen“, fügte er hinzu. Laut dem US-Sender CBS News sprach Ratcliffe in Moskau auch über den Irankrieg. Der Sender berief sich bei seinen Angaben auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Menschen.Der Kreml hatte mitgeteilt, Ratcliffe habe bei seinem Besuch in Moskau in Kontakt mit russischen Geheimdiensten gestanden. Ein Treffen mit Präsident Putin habe nicht stattgefunden, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Putin sei allerdings über den Inhalt der Kontakte informiert worden. Angaben zu den behandelten Themen machte der Sprecher nicht.Ratcliffe war nach Berichten von US-Medien am Dienstag zu einem unangekündigten Besuch nach Moskau gereist. Es war sein erster bekannter Besuch in der russischen Hauptstadt seit seinem Amtsantritt als CIA-Chef im Jahr 2025. Ratcliffe ist einer der ranghöchsten US-Vertreter, die Russland seit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 besucht haben. Vanessa AngermannExplosionen erschüttern Kiew nach russischen LuftangriffenRussland greift die Ukraine abermals mit Drohnen und Raketen an. In der Hauptstadt Kiew sind Explosionen zu hören, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Den Behörden zufolge fielen Trümmer in den Hof eines Wohnhauses.In Krywyj Rih werden nach offiziellen Angaben zwei Menschen bei einem Angriff auf eine Industrieanlage verletzt, in Saporischschja drei weitere. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.Neun Tote bei ukrainischem Angriff auf Bus in Luhansk Bei einem ukrainischen Angriff auf einen Bus im russisch kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Luhansk wurden nach russischen Angaben neun Menschen getötet. Der Bus sei auf dem Weg von Lyssytschansk nach Kadiiwka gewesen, erklärt der von Russland eingesetzte Gouverneur Leonid Passetschnik. Weitere Einzelheiten zu den Umständen des Vorfalls nennt er nicht. Die Nachrichtenagentur Reuters, die über den Angriff berichtet, konnte die Angaben nicht unabhängig überprüfen. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine-Liveticker: Sortierzentren von ukrainischem Postunternehmen bei Angriffen zerstört | FAZ
Anlagen in der Nähe von Kiew und in der Stadt Sumy getroffen +++ Gouverneur ruft Einwohner der ukrainischen Stadt Cherson zur Evakuierung auf +++ Trump: Bin nicht besorgt, dass Russland NATO-Staaten angreifen könnte +++ Neuigkeiten im Liveblog








