Stand: 28.08.2026 • 08:25 Uhr

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt bleibt insgesamt schwierig. Immer mehr Firmen bauen Stellen ab - wegen der Wirtschaftskrise und weil es keine Bewerber mehr gibt. Einige Betriebe gehen aber ganz neue Wege.

Auf dem Mainzer Wochenmarkt ist viel los. Vor dem Stand der Metzgerei Walz steht eine lange Schlange. "Vielen Dank für ihren Einkauf und einen schönen Tag", sagt eine Verkäuferin mit einem deutlichen Akzent. Thi Ngoc Ha Hoang kommt aus Vietnam, macht seit Mai eine Ausbildung in dem Familienbetrieb. Geschäftsführer Peter Walz ist auch da, hilft der neuen Kollegin bei Kleinigkeiten. "Wir sind mehr als zufrieden mit unseren Azubis aus Fernost. Sie ziehen mit, wollen immer neu dazulernen und sind eine echte Verstärkung."

Die Metzgerei im Mainzer Stadtteil Mombach gibt es seit 1824. Hierzulande sei der Markt an jungen Leuten mit Interesse an einer Handwerksausbildung leergefegt, sagt Walz. Einen solchen Mangel habe der Betrieb noch nicht erlebt: "Qualität und Quantität haben nachgelassen. Früher hatten wir konstant sechs Azubis pro Jahr, zuletzt bestenfalls einen. Dauerhaft ist das so nicht tragbar."

Den Wohnraum organisiert der Arbeitgeber