Die frauenfeindlichen Influencer Andrew und Tristan Tate haben vor einem US-Gericht gefordert, aus der Haft entlassen zu werden. Sie argumentierten, dass sie sich nicht angemessen gegen die strafrechtlichen Vorwürfe verteidigen könnten, wenn sie während des Auslieferungsverfahrens an Großbritannien in einem Gefängnis in Miami bleiben müssten.

Während der Anhörung wiesen die beiden unter Eid die strafrechtlichen Vorwürfe zurück. Großbritannien wirft ihnen unter anderem Menschenhandel sowie Vergewaltigung und Körperverletzung vor. In Rumänien läuft ein Verfahren unter anderem wegen Menschenhandels mit Minderjährigen, Geschlechtsverkehrs mit Minderjährigen und Geldwäsche.Die Staatsanwaltschaft gab an, per Video mit Zeugen gesprochen zu haben. Die Brüder »propagieren unglaubliche Gewalt gegen Frauen, was mit den gegen sie erhobenen Vorwürfen übereinstimmt«, sagte die Vertreterin der Anklagebehörde. Andrew Tate beteuerte im Zeugenstand seine Unschuld. Er sagte, er könne während seiner Haft in den USA nicht mit seinen rumänischen Anwälten zusammenarbeiten und befürchte, dass seine Abwesenheit zu einer ungerechten lebenslangen Freiheitsstrafe in Osteuropa führen werde. »Wenn ich einen fairen Kampf verliere, kann ich damit leben«, sagte er.