Australische Ermittler haben mithilfe des FBI zwei Personen in Westaustralien festgenommen, die der TeamPCP genannten Gruppe von Cyberkriminellen angehören sollen. Die Behörde spricht von einem globalen Cybercrime-Syndikat, deren Schadcode weltweit möglicherweise mehr als 1000 Organisationen kompromittiert haben könnte. Dabei sollen schätzungsweise über eine halbe Million Zugangsdaten und mindestens 300 Gigabyte an Daten gestohlen worden sein.
Laut FBI handelt es sich bei den jetzt verhafteten 21- und 23-jährigen Männern um mutmaßliche Mitglieder der Cyberkriminellengruppe TeamPCP. Diese wird für den Lieferkettenangriff auf die populäre LiteLLM-Bibliothek im März dieses Jahres verantwortlich gemacht, bei dem Angreifer im Python Packages Index (PyPI) kompromittierte Pakete eingeschleust haben. Diese wurden offenbar von automatisierten Build-Systemen zigtausendfach heruntergeladen und verwendet. Das hat mehr als 2500 auch namhafte Unternehmen betroffen.
Vorwürde der Computerkriminalität und Geldwäsche
Den beiden inhaftierten Männern werden laut Mitteilung der australischen Bundespolizei insgesamt 14 Straftaten vorgeworfen, die jeweils drei bis 20 Jahre Gefängnis nach sich ziehen könnten. Dabei geht es um Computerkriminalität und Geldwäsche im großen Stil, etwa der illegale Besitz und die Weitergabe von Daten mit der Absicht, Computerstraftaten zu begehen, sowie die unbefugte Veränderung von Daten, um schwere Straftaten vorzubereiten oder durchzuführen.









