In der ukrainischen Schwarzmeer-Metropole treffen die nächtlichen Einschläge und Explosionen russischer Raketen und Drohnen die Bewohner ins Mark.
Brennendes Einkauszentrum nach einem russischen Luftangriff auf Odessa
Michael Shtekel/ap/dpa
Niemand hat in dieser Nacht in Odessa nach Mitternacht auch nur ein Auge zumachen können. Die Nacht zum Donnerstag war eine der lautesten Nächte der vergangenen Wochen. Nach Mitternacht setzten Explosionen, das Donnern von Raketen und Drohnen und die Zischlaute von Flugobjekten ein. Fenster und Wände wackelten. Irgendwann, kurz nach zwei, fiel der Strom für mehrere Stunden aus.
„Es war eine schlaflose Nacht“, berichtet Katya Chalaya, Direktorin des Kulturzentrums Talant+ auf Facebook. „Sieben Stunden lang haben sie auf unsere Stadt geschossen. Die meiste Zeit habe ich in dieser Nacht auf der Toilette verbracht, dem sichersten Ort in meiner Wohnung.“ Und diese Vorsicht sei berechtigt gewesen. Bei einer Nachbarin habe es eingeschlagen.






