Wie Bahn-Chefin Evelyn Palla das Baustellenchaos der DB meistern will. Warum der Chef der VW-Finanzsparte nervös wird. Außerdem: Nvidias Fabelzahlen und ein Blick auf die mächtigsten Fußballmanagerinnen. Die wichtigsten Wirtschaftsthemen lesen Sie im Newsletter „Der Tag“.

27.08.2026, 15.02 Uhr

Die wichtigste Fähigkeit der neuen Bahn-Chefin: Kritik konstruktiv verarbeiten. Evelyn Palla (52) zeigte sich im Gespräch mit meinem Kollegen Michael Machatschke dann auch wild entschlossen, aus teuren Fehlern die richtigen Schlüsse zu ziehen („Da sprechen Sie etwas Wichtiges an“). Seit Jahren pumpen Fahrgäste und Steuerzahler Milliarden in den prekären Staatskonzern – und die Deutsche Bahn zahlt es mit Unpünktlichkeit, Zugausfällen und Pfadfinderspielen am Gleis zurück.

Nach elf Monaten im Amt läuft die Schonfrist für die Bahn-Chefin ab. Kanzler Friedrich Merz (70) hat bereits den Verkehrsminister ausgetauscht, weil die DB nicht länger als Sinnbild deutschen Scheiterns dastehen soll. Palla braucht schnelle Erfolge – und muss jetzt ausgerechnet bei der als „Generalsanierung“ verkauften Bauagenda umsteuern. Sie spricht nur noch von einer „Korridorsanierung“ bis 2036, kämpft mit explodierenden Kosten und bittet – Achtung, wichtige Durchsage – die Fahrgäste um Geduld. Wie Bahn-Chefin Palla die ewige Bahn-Misere beenden will , lesen Sie in unserem Hintergrund-Report.