Die japanische Künstlerin Yayoi Kusama ist im Alter von 97 Jahren gestorben. Wie das nach ihr benannte Museum in Tokio mitteilte, starb Kusama bereits am 14. August in einem Krankenhaus in der japanischen Hauptstadt. Die Japanerin litt seit ihrer Kindheit an Depressionen und Halluzinationen und lebte die vergangenen Jahrzehnte freiwillig in einer psychiatrischen Klinik.Kusama zählt zu den wichtigsten japanischen Künstlerinnen der Nachkriegszeit. International bekannt wurde sie mit ihren bunten „Polka Dots“, mit denen sie oft phallische Objekte oder Alltagsgegenstände ebenso wie Installationen oder ganze Räume gestaltete. Mit ihren niedlichen Kürbis-Skulpturen wurde sie zu einer Ikone hypnotischer Kunst. Eine große Ausstellung mit ihren Werken ist Anfang August in Köln zu Ende gegangen und nun weiter nach Amsterdam gezogen.Kusama wurde 1929 in der Kleinstadt Matsumoto in der Präfektur Nagano geboren und lebte und arbeitete seit den Siebzigerjahren in Tokio. Nach dem Besuch einer Kunsthochschule in der alten Kaiserstadt Kyoto und ersten Ausstellungen entschloss sich Kusama, vor dem Druck ihrer Mutter in die USA zu fliehen. Zwischen 1958 und 1972 lebte und arbeitete sie vorwiegend in New York. In dieser Zeit sollten ihre bekanntesten Kunstwerke, Installationen und Happenings entstehen. Ihr Werk wurde in bedeutenden Museen und Galerien weltweit ausgestellt.