Verfahren beigelegt: KKR zahlt die höchste US-Strafe wegen Verstößen gegen Meldepflichten bei Übernahmen
Der Finanzinvestor KKR zahlt 250 Millionen Dollar (rund 215 Millionen Euro), um ein Kartellverfahren in den USA beizulegen. In dem Verfahren wurde dem Beteiligungskonzern vorgeworfen, bei mindestens 16 Transaktionen wiederholt gegen bundesweite Meldepflichten vor Unternehmensübernahmen verstoßen und sich so der kartellrechtlichen Prüfung entzogen zu haben.
Das US-Justizministerium teilte am Mittwoch mit, die zivilrechtliche Strafe sei die bislang höchste wegen Verstößen gegen den sogenannten Hart-Scott-Rodino Antitrust Improvements Act. Das Gesetz verpflichtet Unternehmen, Kartellbehörden vor dem Abschluss bestimmter Fusionen und Übernahmen zu informieren.
KKR erklärte, dem Vergleich zugestimmt zu haben, widersprach jedoch entschieden der Darstellung des Justizministeriums. „Wir sind der Ansicht, dass unser Unternehmen im Rahmen unseres bisherigen Meldeverfahrens stets nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hat und dieses der branchenüblichen Praxis entsprach.“
Die Strafe werde keine finanziellen Auswirkungen auf KKR, seine Fonds oder Investoren haben, da externe Anwaltskanzleien sie vollständig erstatten würden, teilte das Unternehmen mit. KKR ist mit mehr als 700 Milliarden Dollar verwaltetem Vermögen einer der weltweit größten Finanzinvestoren.






