Real Madrids Trainer José Mourinho hat Pfiffe und Buhrufe bei seiner Rückkehr ins Estadio Santiago Bernabéu nach 13 Jahren gelassen hingenommen. »Die Fans haben gebuht, weil sie wollen, dass Madrid dominiert, dominiert, dominiert. Ein paar Buhrufe schaden niemandem. Sie helfen dir zu wachen«, sagte der Portugiese.Nach dem Spiel gab Mourinho auch einen Einblick in seinen Umgang mit den neuen Superstars. So wechselte er den Brasilianer Vinícius Júnior erst nach dessen Treffer zum 3:1 aus. »Ohne das Tor hätte ich ihn nie herausgenommen«, sagte der zweimalige Champions-League-Sieger. Er wollte, dass sein in Auswärtsstadien oft ausgepfiffener Offensivspieler positive Reaktionen erfährt. Später lagen sich Vinícius Júnior und der Trainer im Arm.Der Brasilianer und Mourinho haben eine Vorgeschichte. Als Trainer von Benfica kritisierte Mourinho Vinícius Júnior nach dem 0:1 gegen Real Madrid für dessen Torjubel und legte nahe, der Stürmer habe damit Spieler und Fans provoziert. In derselben Partie hatte Vinícius dem Benfica-Profi Gianluca Prestianni vorgeworfen, ihn rassistisch beleidigt zu haben. Bayerns Trainer Vincent Kompany kritisierte Mourinhos Reaktion anschließend in einer emotionalen Rede scharf.