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n Münchner Straßenbahnen sitzen sie eng nebeneinander – Menschen mit unterschiedlichsten Geschichten, politischen Einstellungen und Sorgen. Meist bleiben sie für sich. Kopfhörer, Smartphones und der Blick aus dem Fenster verhindern, dass aus räumlicher Nähe ein Gespräch entsteht. Eine Kooperation zweier Vereine möchte das ändern: Von Oktober an wollen Ehrenamtliche in Münchner Trambahnen möglichst lebhafte Dialoge zwischen Fahrgästen anstoßen. Umgesetzt wird das Projekt vom Münchner Verein „Was verbindet“ und dem Dresdner Verein „Metro_polis“.
Bevor das Projekt am 10. und 11. Oktober mit einem Auftaktwochenende startet, haben sich die Ehrenamtlichen akribisch auf ihre Aufgabe vorbereitet. Mehr als 20 Akteure nahmen an einer gemeinsamen Schulung teil. Dabei ging es nicht darum, den Gesprächspartner von einer bestimmten Meinung zu überzeugen. Stattdessen sollten die Teilnehmenden lernen, aufmerksam zuzuhören, unterschiedliche Positionen auszuhalten und ihrem Gegenüber wertfrei zu begegnen. Denn die Gespräche sollen auf Augenhöhe stattfinden – unabhängig davon, welche politischen Überzeugungen, Erfahrungen oder Hintergründe die Fahrgäste mitbringen.
„Was verbindet“ hat 2024 eine Gruppe Münchner Studierender gegründet, die mit ihren Projekten die Demokratie stärken wollen. Das gemeinsame Projekt soll nun Menschen zusammenbringen, die sich im Alltag zwar begegnen, aber nur selten miteinander sprechen.






