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Landtagswahl: CDU in Sachsen-Anhalt fällt in Umfrage weiter zurück Die AfD baut ihren Vorsprung vor der CDU kurz vor der Landtagswahl weiter aus. Für eine Alleinregierung reicht es aber nicht. Die Regierungsbildung dürfte schwierig werden.
Plakat in Naumburg zeigt AfD-Spitzenkandidat Siegmund: Abstand vergrößert. Foto: IMAGO/Karina HesslandDie CDU von Ministerpräsident Sven Schulze fällt dagegen weiter zurück. Sie kommt auf 22 Prozent – das sind zwei Prozentpunkte weniger als im Juli. Bei der Landtagswahl 2021 hatte die CDU unter dem damaligen Ministerpräsidenten Reiner Haseloff noch 37,1 Prozent erreicht. Die AfD kam damals auf 20,8 Prozent.Ministerpräsident Schulze kritisierte die Spende. Zugleich schloss er eine Zusammenarbeit mit der vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuften AfD aus. Linke, SPD und Grüne wären laut der Umfrage im Landtag vertreten. Für Schulze würde die Regierungsbildung dadurch aber kaum leichter.Drittstärkste Kraft wäre der Erhebung zufolge die Linke mit elf Prozent. Sie verliert zwei Punkte. Die SPD verbessert sich um einen Punkt auf acht Prozent. Auch die Grünen legen einen Punkt zu und kämen mit sechs Prozent wieder in den Landtag. Das BSW mit vier Prozent und die FDP mit drei Prozent würden an der Fünfprozenthürde scheitern.CDU könnte Grundsatzdebatte über ihren Umgang mit der Linken drohenTrotz ihres hohen Stimmenanteils hätte die AfD im neuen Landtag keine eigene Mehrheit. Entscheidend dafür ist, dass SPD und Grüne nach der Umfrage den Einzug ins Parlament schaffen. Das Umfrageergebnis ist für AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund ein Dämpfer. Denn er würde sein Ziel verfehlen, allein zu regieren.Allerdings können schon geringe Veränderungen das Kräfteverhältnis verschieben. Sollten SPD oder Grüne an der Fünfprozenthürde scheitern, würde der Anteil der nicht im Landtag vertretenen Stimmen steigen. Dann könnte die AfD möglicherweise auch mit deutlich weniger als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen eine Mehrheit der Mandate erreichen.Landtagswahl AfD-Boom in Sachsen-Anhalt: Diese Grafiken erklären die Gründe für den steilen Aufstieg Auch jenseits der AfD zeichnet sich eine schwierige Koalitionsbildung ab. Eine CDU-geführte Landesregierung wäre wohl auf eine zumindest indirekte Unterstützung der Linken angewiesen, mit der die CDU eine Zusammenarbeit bislang ausgeschlossen hat. Denkbar wäre zwar eine CDU-geführte Minderheitsregierung mit SPD und Grünen, die sich von der Linken tolerieren ließe. Verwandte Themen CDUAfDSPDDoch dieser Kurs ist innerhalb der CDU-Wählerschaft umstritten, wie die Umfrage zeigt. Jeweils 47 Prozent der CDU-Anhänger sprechen sich für beziehungsweise gegen eine Zusammenarbeit mit der Linken aus. Damit könnte bei der CDU nach der Wahl eine Grundsatzdebatte über ihren Umgang mit der Linken anstehen.Bei einer hypothetischen Direktwahl des Ministerpräsidenten liegt Schulze trotz der Schwäche seiner Partei knapp vor Siegmund. 41 Prozent der Befragten würden sich für den CDU-Politiker entscheiden, 39 Prozent für den AfD-Spitzenkandidaten. Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt
















