Nach Kritik von allen Seiten ruft der Finanzminister die Abgabe auf Light-Getränke zurück. Ver­brau­cher­schüt­ze­r:in­nen fordern Zuckersteuer.

Süß und teuer wird’s bald werden

Monika Skolimowska/dpa

Nach Kritik an einem öffentlich gewordenen Vorschlag aus dem Finanzministerium hat Lars Klingbeil (SPD) die Forderung nach der Besteuerung von Light-Getränken zurückgenommen: „Das mache ich nicht. Das wird nicht kommen“, erklärte der SPD-Chef in den sozialen Medien. Eine „Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke“ ergebe keinen Sinn. Damit wiederholte er exakt die Formulierung eines Beitrags von Ricarda Lang, die dazu anfügte: „Wenn Cola light besteuert wird, werd' ich zum Wutbürger.“

Klingbeils Finanzministerium hatte am Dienstag Eckpunkte für eine Zuckersteuer vorgelegt. Demnach sollen nicht nur zuckerhaltige Limonaden, sondern auch alkoholfreie Biermischgetränke, Smoothies, Fruchtschorlen, Säfte aus Fruchtsaftkonzentrat und pflanzliche Milchalternativen besteuert werden, sofern der Zuckergehalt einen Grenzwert von 4,5 Gramm pro 100 Milliliter überschreitet. Ungezuckerte Milchersatzprodukte und reines alkoholfreies Bier bleiben ohne zugesetzten Zucker unter dem Schwellenwert.