Die Spit­zen­kan­di­da­t*in­nen sind sich auf dem taz-Podium in einem Punkt einig: Nach der Wahl droht eine schwierige Regierungsbildung.

David Muschenich (taz), Susan Sziborra-Seidlitz (Grüne), Eva von Angern (Die Linke), Sven Schulze (CDU), Claudia Wittig (BSW), Armin Willingmann (SPD), Sabine am Orde (taz) ( v.l.n.r.: )

Harald Krieg

Sven Schulze sorgt sich um die Zukunft seines Bundeslands angesichts des migrationsfeindlichen Wahlkampfs der AfD. „Wenn wir ein Land werden, in dem Menschen mit Migrationshintergrund sagen, wir fühlen uns hier nicht mehr wohl – und das geht verdammt schnell – dann hat Sachsen-Anhalt ein maximales Problem“, sagte der Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat auf der Podiumsdiskussion der taz in Magdeburg. Dieses Szenario mache ihm „extreme Sorgen“.

Der Glaube, das Bundesland komme in Wirtschaft, Pflege oder imGesundheitswesen ohne migrantische Fachkräfte aus, sei eine „irre Sache“, sagte Schulze. Sachsen-Anhalt solle kein Land werden, das die Menschen meiden, weil man sich dort nicht wohlfühlt. „Dafür werde ich als Ministerpräsident stehen, weil ich ein weltoffenes Sachsen-Anhalt haben möchte, so wie ich die Welt kennengelernt habe.“