Einmal kombinierte er Nike-Sneakers mit der päpstlichen Soutane, ein anderes Mal, im Frühjahr 2025, erschien er mit dem Cap seines Lieblings-Baseball-Teams, den Chicago White Sox, auf dem Petersplatz in Rom. Papst Leo XIV. hat die Macher des US-Gesellschaftsmagazins „Vanity Fair“ mit seinem Kleidungsstil derart überzeugt, dass das Kirchenoberhaupt in der Kategorie der „ausgefallensten und innovativsten Modebegeisterten“ erscheint.Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. Er konkurriert dort unter anderem mit dem US‑Filmregisseur Shelton „Spike“ Lee, der isländischen Sängerin Björk oder Alysa Liu, einer US‑amerikanischen Eiskunstläuferin. „Oberhaupt der katholischen Kirche“, heißt es in dem Steckbrief in der Rubrik „Beruf“ trocken. Dann die Begründung der Magazin-Jury, den Bischof von Rom in die „Best-Dressed“-Liste aufzunehmen: „Schon früher verlieh Leo (...) seiner schlichten cremefarbenen Soutane einen himmlischen Touch, indem er sie mit Nikes kombinierte.“ Auch als geweihter Papst sei er seinem eigenen Stil treu geblieben: „Leo hat sich seinen Sinn für ironische Lässigkeit bewahrt und trägt gelegentlich Baseballmützen.“Es ist nicht das erste Mal, dass der inzwischen 70-Jährige für seinen unkonventionellen Kleidungsstil medial gefeiert wird. Bereits die „Vogue“ als auch die „New York Times“ zählten den Papst im vergangenen Jahr zu den stilvollsten Persönlichkeiten.Es sind passionierte Modefans, deren Hunger nach Schönheit und Selbstverwirklichung ebenso unersättlich ist wie ihr eigenwilliger Geschmack.Begründung der „Vanity Fair“ zur Liste der NominiertenDie „Vanity Fair“ nominierte mehrere Persönlichkeiten in den Kategorien „Die Originale“, „Die Duos“ und „Die Zukunft“. Unter anderem findet sich auch der norwegische Fußball-Superstar von Manchester City, Erling Haaland (beeindruckt vom „weißen, seidigen Anzug und dem drapierten Schal“), oder der britische Sänger und Schauspieler Harry Styles („Er versteht die Wirkung von kurzen Shorts“). Auch andere Größen aus Show, Schauspiel, Sport, Kultur und Gesellschaft sind Anwärterinnen und Anwärter auf den „Best-Dressed“-Award der „Vanity Fair“. Cooler Look, wenn auch nicht in kurzen Hosen: der Schauspieler Harry Styles in New York. © IMAGO/Cover-Images/imago „Die diesjährige Liste würdigt diejenigen, die mehr tun, als sich nur gut zu kleiden oder ihr Leben in Outfits zu verbringen, die ihnen von eifrigen PR-Mitarbeitern von Kopf bis Fuß zusammengestellt wurden“, begründet das Magazin die Nominierungen. „Es sind passionierte Modefans, deren Hunger nach Schönheit und Selbstverwirklichung ebenso unersättlich ist wie ihr eigenwilliger Geschmack.“Die Magazin-Macher um Chefredakteur Mark Guiducci blicken allerdings auch mit einiger Skepsis in die Mode-Zukunft. Darauf deuteten Mode-Fauxpas hin, schreibt die britische „Times“. Das Magazin kritisiert „Athleisure“, also den Trend, Sportmode auch in der Freizeit oder bei der Arbeit zu tragen.Aber auch „die Rückkehr des Konservatismus“ in den USA unter Präsident Donald Trump. „Die Mode entwickelt sich rasend schnell“, räsoniert die „Vanity Fair“, „und nicht alles daran ist – wenn wir das so sagen dürfen – besonders gut.“ (Tsp)